
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Timotheus Höttges richtete anlässlich der Vorstellung der Quartalszahlen einen Appell an die Branche, um die zu geringen Gewinne im Glasfasermarkt zu steigern: "Wir müssen die Kaufbereitschaft erhöhen und wir müssen runter mit den Ausbaukosten". (Foto: Deutsche Telekom)
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"Der Markt verliert an Wertschöpfung"
Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz stark gesteigert. Der Gewinn wuchs um mehr als 25 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, der Umsatz stieg um ein Prozent auf 28,7 Milliarden Euro. Dies gab der Konzern bei der Präsentation seiner Quartalszahlen bekannt.
Daher hob die Deutsche Telekom ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025 an. Das bereinigte EBITDA AL (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) soll nun mehr als 45,0 Milliarden Euro betragen statt bislang rund 45,0 Milliarden Euro.
Daher hob die Deutsche Telekom ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025 an. Das bereinigte EBITDA AL (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) soll nun mehr als 45,0 Milliarden Euro betragen statt bislang rund 45,0 Milliarden Euro.
"Breitbandmarkt herausfordernd"
Das Wachstum bei den FTTH-Kunden setzte sich mit einem Plus von 137.000 im zweiten Quartal fort. Der Breitbandmarkt sei von geringem Wachstum und zusätzlich anhaltend starkem Wettbewerb geprägt, so das Unternehmen. Hier verlor die Telekom im zweiten Quartal 20.000 Anschlüsse.
CEO Timotheus Höttges sagte: "Die aktuelle Performance im klassischen Breitbandgeschäft in Deutschland bleibt dagegen für alle herausfordernd. Hier wollen wir besser werden: Wir investieren verstärkt in den Bereichen regionale und kommerzielle Segmentierung, forcieren den Ausbau im Mehrfamilienhaussegment (MDU) und setzen gezielte Kundenbindungsmaßnahmen ein – insbesondere in Gebieten mit parallelen Netzinfrastrukturen."
"Ein Thema, das mir Sorgen macht!"
Höttges sagte, er sorge sich, weil die Investitionsbereitschaft in Deutschland im Glasfasermarkt, mit Ausnahme der Telekom, momentan so gering sei. Die hohe Wettbewerbsintensität in Deutschland hinterlasse Spuren, dies zeige sich auch in den Geschäftszahlen der Hauptwettbewerber. Kaum jemand verdiene seine Kaptitalkosten, die Bedingungen, das eingesetzte Kapital zurückzugewinnen, seien nicht gut. Was man dagegen tun könne? Höttges: "Wir müssen auf Wert gehen. Wir müssen
die Kaufbereitschaft erhöhen und wir müssen runter mit den Ausbaukosten. Die Politik kann hier unterstützen, denn sie bestimmt letztlich die Rahmenbedingungen, aber auch wir müssen unsere Hausaufgaben machen."
Claudia Boss-Teichmann 07.08.2025

