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Insolvenz

Kathrein-Gruppe im Insolvenzverfahren


Die traditionsreiche Kathrein-Gruppe aus Rosenheim, bekannt für Antennentechnik und digitale Empfangssysteme, befindet sich seit August 2025 in einem Insolvenzverfahren.

Kathrein SE, die Muttergesellschaft, hat am 5. August 2025 einen Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Auch die Tochtergesellschaften Kathrein Electronics GmbH und Kathrein Digital Systems GmbH (Kathrein DS) folgten mit eigenen Insolvenzanträgen am 11. und 18. August 2025. Kathrein DS ist spezialisiert auf Satellitenempfangstechnik, Netzwerktechnik, DAB+, Kabel-TV und eMobility. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Verken von Anchor bestellt.
 
An den Standorten in Süddeutschland sind aktuell über 100 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen.  

Kathrein Broadcast GmbH wurde ausgegliedert

Die Kathrein Broadcast GmbH, spezialisiert auf Rundfunk-Antennensysteme, hatte bereits im März 2025 Insolvenz angemeldet. Diese Sparte wurde inzwischen durch Lenbach Capital aus München übernommen. Durch die neuen Gesellschafter ist die Kathrein Broadcast GmbH zukünftig nicht mehr Teil der Kathrein-Gruppe.

Belastung durch Restrukturierung und Multikrisen

Der wesentliche Grund für die Krise der Gruppe liegt laut dem Insolvenzverwalter "in der fortdauernden Belastung durch die Restrukturierung von früheren Gesellschaften, die bereits vor Jahren begonnen wurde." Außerdem habe die Gruppe aufgrund der weltweiten Multikrisen und im vergangenen Jahr vor allem wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen gehabt.
 
Das Ziel der Insolvenzverwaltung ist, zunächst den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und eine langfristige Lösung für die Kathrein-Gruppe zu finden und die Traditionsmarke zu erhalten. Es gebe bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren.
 

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