Premiere 3,46 Millionen Abos
Die operativen Kosten lagen mit 186,6 Mio EUR 29,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals (263,8 Mio EUR), der Umsatz sank um 17,9 Prozent auf 224,3 Mio EUR (273,3 Mio EUR). Premiere zählte Ende März 3.460.572 Abonnenten (+1,5 Prozent) Damit ist Premiere stärker gewachsen als im 4. Quartal 2006 (plus 36.058). Im Jahresvergleich (Stichtag 31.3.) liegt der Kundenbestand 1,7 Prozent niedriger (3.521.756).
In Marketing und Vertrieb gingen die Aufwendungen auf 28,0 Mio EUR (34,0 Mio EUR) zurück, im Kundenmanagement sanken die Kosten auf 16,7 Mio EUR (23,2 Mio EUR). Auch der Aufwand für Übertragung und Technik fiel mit 20,5 Mio EUR geringer als im Vorjahresquartal (23,4 Mio EUR) aus. Die Verwaltungskosten reduzierten sich auf 13,6 Mio EUR (15,7 Mio EUR). Der Aufwand für Hardware erhöhte sich auf 29,2 Mio EUR (18,7 Mio EUR) - unter anderem durch Wareneinsatz und planmäßige Abschreibungen bei interaktiven Digital-Receivern, HDTV-fähigen Receivern sowie Premiere Digital Rekordern, die für den Video-on-Demand-Dienst Premiere Direkt+ geeignet sind. Außerdem schlägt beim Hardware-Aufwand ein einmaliger Sonderaufwand zu Buche, da Premiere im Hinblick auf seine Kooperation mit entavio die älteren Receiver-Modelle für Satellitenempfang unter Buchwert am Markt platziert hat.
Zusätzliche Zielgruppen spricht Premiere mit seinem neuen Pay-TV-Prepaid-Angebot Premiere Flex an. Seit März 2007 bietet Premiere alle sieben Premiere Programmpakete ohne Vertragsbindung monatlich für je 20 Euro an. Bereits seit Dezember 2006 ist über Premiere Flex das Pay-per-View-Angebot Premiere Direkt bestellbar. Kofler: "Wir haben mit Premiere Flex ein Ergänzungsangebot zum klassischen Abo-Geschäft geschaffen, das uns den Weg zu neuen Zielgruppen erschließt." Die ersten Vermarktungsergebnisse von Premiere Flex sind positiv. Ende des 1. Quartals zählte Premiere bereits über 72.000 Kunden für das neue Prepaid-Angebot. (Siehe dazu ausführlich Cable!Vision Europe, Ausgabe 3/2007).
Neue Vermarktungspotenziale via Satellit erwartet Premiere durch den Start von Premiere Sky und entavio in der zweiten Jahreshälfte 2007. Premiere Sky, das erste Pay-TV-Angebot von Premiere, das exklusiv über Satellit verbreitet wird, soll neue Kundengruppen ansprechen, die eher Wert auf ein vielfältiges Programmangebot legen. Der Start ist für den Spätsommer geplant. Premiere Sky bündelt insbesondere Pay-TV-Sender, die bislang keinen leistungsfähigen Partner für die Vermarktung über Satellit gefunden haben.
Wolfgang Posewang 15.05.2007

