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Tele Columbus AG soll zur GmbH werden


Der zweitgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber soll firmenrechtlich umgebaut werden und künftig keine börsennotiere Aktiengesellschaft mehr sein.

Die Hauptaktionärin der Tele Columbus AG, die Kublai GmbH, will einen aktienrechtlichen Squeeze-Out durchführen. Sie hält ca. 97,67 Prozent des Grundkapitals. Sie hat verlangt, dass die Hauptversammlung der Gesellschaft die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) auf die Kublai GmbH gegen eine "angemessene Barabfindung" beschließen soll. Im Anschluss an den Squeeze-Out ist ein Formwechsel der Gesellschaft in eine GmbH geplant.

Ein aktienrechtlicher Squeeze-Out (§§ 327a ff. AktG) erlaubt dem Hauptaktionär, sofern er über 95 Prozent der Anteile hält, die restlichen Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen herauszukaufen. Die Kleinaktionäre verlieren ihre Aktien und erhalten stattdessen eine einmalige Auszahlung. Die Aktien verschwinden vom Markt. Der geplante Formwechsel von einer AG zu einer GmbH bedeutet unter anderem weniger strenge Publizitätspflichten, z. B. keine Pflicht zur Veröffentlichung von Quartalsberichten. 

 

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