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Streaming-Markt

Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery


Netflix hatte sich Anfang Dezember 2025 mit Warner Bros. Discovery (WBD) auf einen Übernahmedeal geeinigt. Nun hat Paramount Skydance am 8. Dezember ein öffentliches, feindliches Barangebot direkt an die WBD‑Aktionäre gerichtet. Paramount bietet 30 US‑Dollar pro Aktie, Gesamtbewertung rund 108 Milliarden US‑Dollar. Anders als der Netflix‑Deal zielt Paramount auf den gesamten Warner‑Konzern.

Das Angebot von Netflix umfasst rund 82,7 Milliarden US-Dollar und konzentriert sich auf die Film- und Fernsehstudios sowie das Streaminggeschäft (HBO, HBO Max, Warner Bros. TV/Film). Die Kabelsender wie CNN, TNT oder Discovery sollen zuvor abgespalten werden und nicht Teil der Übernahme sein.

Die Offensive von Paramount folgt auf mehrere Absagen durch Warner. "Trotz sechs Vorschlägen innerhalb von zwölf Wochen habe sich WBD nie ernsthaft mit diesen Offerten befasst, die aus unserer Sicht das beste Ergebnis für die WBD-Aktionäre liefern", erklärte Paramount.

Die Netflix-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters gaben sich nach dem Übernahmeangebot entspannt: Sie betonten, dass sie längst eine Vereinbarung mit Warner getroffen hätten, mit der sie sehr zufrieden seien. Der Deal mit Netflix soll in den nächsten zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen werden. Zuvor will Warner die bereits angekündigte Abspaltung seines Kabelgeschäfts vollziehen.

Die nächsten Schritte hängen von Stellungnahmen der Unternehmen, der Reaktion des WBD-Boards und der Aktionäre sowie regulatorischen Indikationen ab. US-Präsident Trump hatte gesagt, der von Netflix vereinbarte Kauf von Warner Bros Discovery "könnte ein Problem sein" wegen des kombinierten Marktanteils.

 

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