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Glasfaserausbau

Deutsche Glasfaser ändert Ausbaustrategie


Die Deutsche Glasfaser (DG) hat ihre Ausbauziele nach Handelsblatt-Informationen nahezu halbiert. In zwei Jahren könnte das Unternehmen den weiteren Netzausbau sogar vollständig stoppen, heißt es in dem Artikel des Handelsblatts. Grund dafür seien vor allem gestiegene Finanzierungskosten.

Ursprünglich wollte der Netzbetreiber langfristig sechs Millionen Haushalte mit Glasfaser erschließen. Das Handelsblatt will aus Branchenkreisen erfahren haben, dass die Zielmarke bei nur noch 3,2 Millionen liegt. Ein Großteil davon ist bereits erreicht: Zuletzt hatte DG bekannt gegeben, bereits 2,8 Millionen Haushalte in Deutschland erschlossen zu haben.
 
Zu einem möglichen Baustopp nach zwei Jahren nahm ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von Cable!vision Europe keine Stellung. Er bestätigte, dass DG innerhalb der kommenden beiden Jahre 400.000 neue Anschlüsse realisieren wolle sowie die Änderung der Ausbaustrategie. Diese hatte DG bereits im Oktober bekannt gegeben. Damals hatte DG erklärt, man wolle die Ausbaugeschwindigkeit drosseln und sich auf den Anschluss der wartenden Kunden fokussieren. Gleichzeitig war der Abbau von 200 bis 250 der rund 1.800 Arbeitsplätze angekündigt worden (siehe unsere Meldung vom 20.10.2025).
 
Als Gründe für die geänderte Strategie führte der Sprecher an: Die für den Glasfaserausbau nötigen großen Mengen an Eigenkapital und Fremdkapital seien aufgrund unterschiedlicher Faktoren derzeit viel schwieriger aufzubringen als zu der Zeit, in der die Mittelfristplanung gemacht worden sei. Hinzu kämen eine unsichere Lage in zahlreichen Krisengebieten auf der Welt, die wenig berechenbare US-Politik, gestiegene Kapitalkosten und die Marktkonsolidierung bei den in Deutschland aktiven Baupartnern. "Unser Ziel bleibt weiterhin, Menschen in Deutschland schnell den Zugang zum digitalen Fortschritt zu ermöglichen", so der Sprecher.
 

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