
"Wir haben eine Entwicklung vollzogen, vor deren Herausforderungen inzwischen immer mehr Marktteilnehmer stehen. Unser frühzeitig eingeleiteter Strategieschwenk zahlt sich nun aus", fasst GVG-Geschäftsführer (CEO) Thorsten Fellmann die jüngste Unternehmensentwicklung zusammen. (Foto: GVG Glasfaser)
Glasfaserausbau
GVG Glasfaser sichert sich 135 Millionen Euro Neufinanzierung
Die Kieler Unternehmensgruppe GVG Glasfaser hat eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Ein internationales Konsortium aus Hamburg Commercial Bank (HCOB), KfW, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich sowie einem institutionellen Investor stellt insgesamt 135 Millionen Euro bereit.
Das Unternehmen hatte nach einer wirtschaftlichen Schieflage im Februar 2024 zunächst 110 Stellen abgebaut und im Spätsommer desselben Jahres eine erste Finanzierungsrunde über 85 Millionen Euro mit ING, KfW und NORD/LB abgeschlossen (wir berichteten). Die neue Finanzierung soll nun unter anderem den Start neuer eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbauprojekte im Jahr 2026 ermöglichen.
GVG gibt an, die Zahl aktiver Kunden (Homes Activated) im Jahr 2025 um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert zu haben und seit Anfang 2025 operativ positiv zu wirtschaften. GVG-Geschäftsführer (COO) Michael Hegemann, verantwortlich für den operativen Glasfaserausbau: "Im vergangenen Jahr haben wir eine Vielzahl unserer eigenwirtschaftlich realisierten Ausbauprojekte erfolgreich abschließen können – so etwa im bayerischen Schöngeising, den hessischen Kommunen Liederbach, Rockenberg und Münzenberg sowie in diversen Kommunen in den niedersächsischen Landkreisen Osnabrück und Diepholz."
Derzeit versorgt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 180.000 Haushalte und Unternehmen mit FTTH-Anschlüssen über seine Marken nordischnet und teranet und ist in über 260 Kommunen aktiv.
CEO Thorsten Fellmann wertet den Abschluss als „großen Vertrauensbeweis" angesichts des schwierigen Marktumfelds. Alleiniger Gesellschafter bleibt der Frankfurter Infrastrukturinvestor Palladio Partners.
Claudia Boss-Teichmann 18.02.2026

