Übernahme
Warner Bros. stimmt Übernahme durch Paramount zu

Warner Bros. Discovery (WBD) hat der Übernahme durch Paramount Skydance Ende Februar zugestimmt. Beide Unternehmen habe dazu eine verbindliche Vereinbarung getroffen und damit einen der größten Mediendeals der vergangenen Jahrzehnte angestoßen. Der Rivale Netflix war zuvor aus dem Bieterwettstreit ausgestiegen.
Der Kaufpreis liegt bei rund 110 Milliarden US-Dollar, WBD-Aktionäre sollen 31 US-Dollar pro Aktie in bar erhalten. Durch den Zusammenschluss entstünde ein neuer Medienkonzern mit Marken wie HBO, CNN, DC, Harry Potter, Warner Bros. Studios, Paramount Pictures, Star Trek und Mission: Impossible. Das Ziel sind über 200 Millionen Abonnenten und eine direkte Konkurrenzsituation zu Netflix und Disney+.
Die geplante Fusion umfasst auch die Zusammenführung der Streamingdienste HBO Max und Paramount+ zu einer gemeinsamen Plattform. Beide Studios sollen weiterhin jeweils mindestens 15 Kinofilme pro Jahr produzieren, die exklusiv 45 Tage lang im Kino laufen.
Der Deal steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Prüfungen in den USA, ein Abschluss wird frühestens im dritten Quartal 2026 erwartet.
Einordnung
Branchenbeobachter sehen in der Übernahme einen weiteren Schritt in der Konsolidierung des globalen Medien- und Streamingmarkts. Kritiker warnen vor zunehmender Marktmacht und möglichen Auswirkungen auf die journalistische Unabhängigkeit, insbesondere im Hinblick auf CNN. Durch die Übernahme würde auch der Nachrichtensender CNN unter die Kontrolle der Familie des als Trump-Unterstützer geltenden Tech-Milliardärs Larry Ellison gelangen.
Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance verschiebt die Kräfteverhältnisse im globalen Content-Markt und wirkt sich somit auch auf Telekommunikationsanbieter in Europa aus. Ein vereinter Konzern mit Marken wie HBO, Warner Bros., Paramount Pictures, CNN und DC bündelt enorme Verhandlungsmacht. Zudem entsteht ein Streaming-Schwergewicht, das international stärker auf Distributionspartnerschaften setzen dürfte.
Claudia Boss-Teichmann 05.03.2026

