
BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers (li.) und Verbandspräsident Norbert Westfal betonten zum Auftakt der Fiberdays die Bedeutung des Wettbewerbs für den Glasfaserausbau. (Foto: Marc Hankmann)
Fiberdays 26
"Wettbewerb ist bei den Menschen angekommen"
Zum Auftakt der Fiberdays 26 forderte die Spitze des veranstaltenden Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) mehr Wettbewerb und Anbietervielfalt im deutschen Glasfaserausbau. "Der Wettbewerb ist bei den Menschen angekommen", sagte BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers und zitierte aus einer von seinem Verband in Auftrag gegebenen Civey-Umfrage, derzufolge knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Verbraucher die Entwicklung vom einstigen Monopol der Deutschen Telekom hin zu mehr Wettbewerb positiv bewerten. "Die Wettbewerber waren in den vergangenen Jahren Garant für Angebotsvielfalt und die treibende Kraft des Glasfaserausbaus in Deutschland", ergänzte BREKO-Präsident Norbert Westfal.
Westfal erteilte auch dem Ansinnen der EU, nationale Champions zu schaffen, eine Absage und forderte stattdessen eine Intensivierung des Dienstewettbewerbs. "Die Angebote, die da sind, werden nicht vollumfänglich genutzt", kritisierte der BREKO-Präsident. Und Verbandsgeschäftsführer Albers ist sich sicher: "Die Digitalisierungsziele werden wir nur im Wettbewerb erreichen."
Politik muss Investitionsanreize setzen
Mit Wohlwollen werden beide die Worte von Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus, ihres Zeichens auch Schirmherrin der Fiberdays, vernommen haben. Sie will den Glasfaserausbau vorantreiben und zwar nach dem Motto "Markt vor Staat". Im vergangenen Jahr wurden in Hessen laut Sinemus durch Kooperationen mit sieben Netzbetreibern 320.000 FTTH-Anschlüsse realisiert.
Dennoch wissen auch Albers und Westfal um die Herausforderungen. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich im Glasfaserausbau hinterher. Die Homes-Passed-Quote liegt bei etwas über 50 Prozent. "Das Glas ist halbvoll", gab sich Albers optimistisch, betonte in Frankfurt am Main aber gleichzeitig die Rolle der Politik. "Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise brauchen wir Investitionsanreize", sagte der BREKO-Geschäftsführer.
Autor: Marc Hankmann
Claudia Boss-Teichmann 25.03.2026

