Open Access
Glasfaser Nordwest gewinnt Vodafone als Vermarktungspartner

Glasfaser Nordwest und Vodafone haben eine langfristige Vermarktungskooperation vereinbart. Vodafone erhält damit Zugang zum FTTH-Netz des Joint Ventures von Telekom Deutschland und EWE AG und kann darüber künftig eigene Glasfaserprodukte anbieten. Nach Unternehmensangaben sollen voraussichtlich ab Herbst 2026 rund 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte im Nordwesten Deutschlands von der Kooperation profitieren.
Open Access als Grundlage
Glasfaser Nordwest betreibt sein Netz nach dem Open-Access-Prinzip: Die Infrastruktur wird anderen Telekommunikationsanbietern diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt. Vodafone ist nach Telekom und EWE ein weiterer Anbieter, der das Netz für die Vermarktung eigener Produkte nutzt. Das Unternehmen wurde Anfang 2020 als paritätisches Joint Venture gegründet und ist für Ausbau, Koordinierung und Betrieb des Netzes in weiten Teilen des Nordwestens verantwortlich.
Die Kooperation erstreckt sich laut Unternehmen auf die gesamte Netzregion von Glasfaser Nordwest, also Teile von Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Derzeit laufende Verfahren zwischen den Unternehmen bleiben von der vertraglichen Zusammenarbeit unberührt.
Maren Pommnitz, Bereichsleiterin Home Connectivity & Entertainment bei Vodafone Deutschland, erklärt: "Durch unsere Zusammenarbeit mit der Glasfaser Nordwest bekommen bis zu 1,5 Mio. weitere Haushalte die Möglichkeit, das schnellste Internet von Vodafone zu buchen. Diese Kooperation erhöht die Auswahl für Verbraucherinnen und Verbraucher."
Andreas Mayer, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest, sagt: "Diese Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Glasfaserausbau in der Nordwest-Region nachhaltig voranzutreiben." Laut Mayer trägt das Open-Access-Modell des Unternehmens damit weiter Früchte und verschaffe Bürgerinnen und Bürgern mehr Möglichkeiten bei der Anbieter- und Produktwahl.
Martin Saßen, Leiter Markt & Produkte bei Glasfaser Nordwest, verweist auf den Entstehungsprozess der Vereinbarung: "Für uns ist diese Partnerschaft vor allem das Ergebnis vertrauensvoller und konstruktiver Gespräche."
Claudia Boss-Teichmann 02.04.2026

