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Auf dem Pay-TV-Sender DFB.TV laufen ab 22. Mai bislang wenig sichtbare Ligen und Wettbewerbe des deutschen Fußballs. Zu sehen ist das Angebot über die Plattformen DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo und die eigene App DFB.TV+. (Foto: Alexander Fox / PlaNet Fox auf Pixabay)

TV-Angebote

DFB.TV: Fußball-Bund launcht linearen Pay-Sender

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) startet am 22. Mai 2026 zusammen mit der Hamburger Sportainment Media Group den linearen Pay-TV-Sender DFB.TV, der bislang wenig sichtbare Ligen und Wettbewerbe des deutschen Fußballs bündeln soll. Der Schritt reiht sich in einen breiteren Trend ein: Immer mehr Sportverbände bauen eigene Bewegtbildangebote auf – zuletzt war etwa die Deutsche Fußball-Liga (DFL) beim Streaming-Dienst Dyn eingestiegen.

Programm: Vom Junioren-Länderspiel bis zum Beachsoccer

DFB.TV soll Inhalte zugänglich machen, die bislang nicht oder nur verstreut zu sehen waren. Das Programm umfasst laut DFB Live-Übertragungen der Junioren-Nationalteams, Spiele der 2. Frauen-Bundesliga sowie Wettbewerbe in den Bereichen Futsal und Beachsoccer. Hinzu kommen der Finaltag der Amateure, der DFB-ePokal sowie Zusammenfassungen von DFB-Pokal, 3. Liga und der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Ergänzt wird das Angebot durch Sonderformate wie Pokalauslosungen, Preisverleihungen – darunter der Julius Hirsch Preis und die Sepp-Herberger-Awards – sowie Rückblicke auf die DFB-Geschichte.
 
Der Sender ergänzt nach Verbandsangaben die bestehenden TV-Partnerschaften des DFB und steht nicht in Konkurrenz zu ihnen. Inhalte, die exklusiv an andere Rechteinhaber lizenziert sind, seien nicht Teil des Angebots.

Joint Venture mit erfahrenem Senderbetreiber

Umgesetzt wird DFB.TV als Joint Venture mit der Sportainment Media Group, die bereits Sender wie Sportdigital FUSSBALL und Sportdigital 1+ betreibt. Gisbert Wundram, der als Geschäftsführer beiden Unternehmen vorsteht, bezeichnete den Start als einen "echten Milestone" für die Unternehmensgruppe.
 
DFB-Generalsekretär Dr. Holger Blask erklärte: "Inhalte, die bislang nicht zu sehen oder auf unterschiedlichen Plattformen verstreut waren, werden nun gebündelt – beispielsweise die 2. Frauen-Bundesliga oder die Länderspiele unserer Jugend- und Futsal-Nationalmannschaften."

Distribution über DAZN, HD+, Vodafone, Zattoo und eigene App

Der Sender soll über Kabel, Satellit, IPTV und OTT empfangbar sein – unter anderem über die Plattformen DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo. Mit weiteren Distributoren laufen nach DFB-Angaben noch Verhandlungen. Zusätzlich wird DFB.TV über die App DFB.TV+, die auf einer Technologie von Deltatre basiert, direkt buchbar sein.
 
Das monatliche Abo kostet 5,99 Euro, das Jahresabo 59,99 Euro. Der Dienst soll auch in Österreich und der Schweiz zum gleichen Preispunkt verfügbar sein.
 
Als Vermarktungspartner für Markteinführung und Reichweitenaufbau hat der DFB die Publicis Groupe verpflichtet.

Sendestart am Vorabend des DFB-Pokalfinales

Der Sendebetrieb beginnt am 22. Mai 2026 – einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale der Männer. Am 23. Mai sollen bereits Live-Spiele vom Finaltag der Amateure zu sehen sein. Im Anschluss plant der DFB, die Männer-Nationalmannschaft bei der WM 2026 in den USA zu begleiten – live vom Team Base Camp und aus dem "German House of Soccer".
 

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