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CEO Andreas Pfister betonte: Mit der Einigung sei Deutsche Glasfaser "vollständig durchfinanziert" und hebe sich "klar vom Wettbewerb ab". (Foto: Deutsche Glasfaser)

Glasfasermarkt

Deutsche Glasfaser sichert sich Refinanzierung

Die Deutsche Glasfaser (DG) hat sich mit ihren Gesellschaftern EQT und OMERS sowie den Kreditgebern auf eine umfassende Neugestaltung der Kapitalstruktur geeinigt. Insgesamt erhält das Unternehmen mehr als 1,2 Milliarden Euro an zusätzlichem Eigen- und Fremdkapital. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende Juni erwartet.
 
Die Vereinbarung kommt in einer Phase, in der viele Glasfaseranbieter durch hohe Zinsen, steigende Baukosten und eine angespannte Finanzierungslage unter Druck stehen. DG zählt zu den wichtigsten Playern im deutschen Markt, insbesondere in ländlichen und suburbanen Regionen. Mit der Rekapitalisierung stellt sich das Unternehmen finanziell stabiler auf und betont zugleich einen strategischen Wandel: weg vom reinen "Strecke machen" im Tiefbau, hin zu einer stärkeren Fokussierung auf aktivierte Anschlüssen.

Pfisterer: Transformation zum "kundenorientierten Breitbandanbieter"

CEO Andreas Pfisterer bezeichnet die Einigung als wichtigen Meilenstein. Die Rekapitalisierung schaffe Kontinuität sowie Planungs- und Finanzierungssicherheit – sowohl für Mitarbeitende als auch für Partner. DG sei damit "vollständig durchfinanziert" und hebe sich "klar vom Wettbewerb ab".
 
Pfisterer betonte zudem, dass die neue Kapitalbasis nicht nur den Abschluss des geplanten Netzausbaus ermögliche, sondern auch die laufende Transformation unterstütze: weg vom stark baufokussierten Tiefbauunternehmen, hin zu einem kundenorientierten Breitbandanbieter mit Fokus auf Aktivierung, Service und langfristige Kundenbindung.
 
Die Eigentümer EQT und OMERS erklären, die Rekapitalisierung schaffe eine "solide Kapitalstruktur" und unterstütze sowohl das Wachstum des Unternehmens als auch den fortlaufenden Glasfaserausbau zum Nutzen von Kommunen und Endkunden. Man wolle das Management weiterhin aktiv begleiten.
 
Von den seinen früheren Ausbauzielen hat sich das Unternehmen schon länger verabschieden müssen. Im Dezember 2025 hatte Cable!vision Europe berichtet (Deutsche Glasfaser ändert Ausbaustrategie), dass die Deutsche Glasfaser ihre Zielmarke von ursprünglich sechs Millionen auf rund 3,2 Millionen Haushalte reduzieren wolle. Ein Großteil davon war bereits erreicht; DG bestätigte damals, innerhalb von zwei Jahren noch 400.000 neue Anschlüsse realisieren zu wollen. Gleichzeitig war ein Abbau von 200 bis 250 Stellen angekündigt worden. 
 
Man darf gespannt sein, wie sich die neue finanzielle Situation auf die vorerst ausgesetzten Ausbauprojekte wie im Landkreis Karlsruhe (wir berichteten: Ausbauverzögerung im Landkreis Karlsruhe) auswirken wird.
 

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