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"Die Performance im ersten Quartal 2026 entspricht unseren Erwartungen und wir haben unsere Position als bevorzugte Wahl unserer Kundinnen und Kunden gefestigt", sagte Christoph Aeschlimann, Group CEO Swisscom, bei der Vorstellung der Quartalszahlen. (Foto: Swisscom)

Schweizer Markt

Swisscom setzt auf KI und Cybersecurity

Swisscom hat im ersten Quartal 2026 trotz sinkender Umsätze den operativen Free Cash Flow deutlich gesteigert und gleichzeitig neue Produkte im Bereich Künstliche Intelligenz und Cybersecurity lanciert, die den Konzern als Digitalanbieter für Privat- und Geschäftskunden positionieren sollen.

Finanzen: Cashflow wächst, Umsatz rückläufig

Der Gruppenumsatz sank in den ersten drei Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 3,606 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDAaL) stieg leicht um 0,8 Prozent auf 1,288 Milliarden Franken. Der Operating Free Cash Flow wuchs auf vergleichbarer Basis um 22,6 Prozent auf 594 Millionen Franken – ein Wert, den das Unternehmen als zentralen Erfolgsindikator des Quartals wertet. Der Jahresausblick für 2026 wird bestätigt: Swisscom erwartet einen Umsatz von 14,7 bis 14,9 Milliarden Franken und einen Free Cash Flow von rund 2,0 Milliarden Franken. "Trotz rückläufigem Umsatz konnten wir den Operating Free Cash Flow deutlich steigern", sagte Group CEO Christoph Aeschlimann.

Schweiz: Umsatzrückgang in allen Segmenten

Im Schweizer Heimatmarkt sank der Gesamtumsatz im ersten Quartal 2026 um 1,3 Prozent auf 1,937 Milliarden Franken. Das größte Segment, die Telekommunikationsdienste, verzeichnete einen Rückgang von 2,6 Prozent auf 1,260 Milliarden Franken. Der Umsatz mit IT-Diensten für Geschäftskunden ging um 1,5 Prozent auf 300 Millionen Franken zurück. Swisscom betont, dass aufgrund erheblicher Kosteneinsparungen die Auswirkungen der rückläufigen Erlöse jedoch teilweise abgefedert wurden: Der EBITDAaL blieb mit 861 Millionen Franken nahezu stabil (-0,6 Prozent), und der operative Free Cash Flow stieg um 7,7 Prozent auf 478 Millionen Franken.

KI und Cybersecurity: Neue Produkte für den Schweizer Markt

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Quartals liegt auf neuen digitalen Produkten. Mit dem "Swiss AI Assistant" bietet Swisscom einen vollständig in der Schweiz betriebenen KI-Chatbot für das interne Wissensmanagement von Unternehmen an, der nach Unternehmensangaben datenschutzkonformen Zugang zu generativer KI ermöglicht.
 
Im Bereich Cybersecurity lancierte Swisscom "My Security" – nach eigenen Angaben damit als erste Anbieterin in der Schweiz einen integrierten Schutz vor Cyberangriffen und Malware direkt auf dem Router, der automatisch alle Geräte im Heimnetz schützt. Die Unternehmenslösung "beem" zählt inzwischen 57.000 Nutzer an 1.150 Standorten.

Netzausbau: Elfmal in Folge bestes Mobilfunknetz

Das Technikmagazin CHIP hat das Mobilfunknetz von Swisscom im April 2026 zum elften Mal in Folge als das beste der Schweiz bewertet. Ende März 2026 versorgte Swisscom rund 56 Prozent der Schweizer Haushalte und Geschäfte mit Glasfaser; 89 Prozent der Bevölkerung sind mit 5G+ abgedeckt.

Italien: Integration läuft planmäßig, KI-Plattform im Aufbau

Die rechtliche Fusion von Fastweb und Vodafone Italia ist seit dem 1. Januar 2026 vollzogen. Im ersten Quartal wurden bereits Synergien von 77 Millionen Euro realisiert; das Synergieziel für das Gesamtjahr 2026 liegt bei 300 Millionen Euro und ist laut Unternehmen auf Kurs. Der EBITDAaL für das Segment Italien stieg auf vergleichbarer Basis um 7,4 Prozent auf 460 Millionen Euro.
 
Auch in Italien treibt Swisscom das KI-Geschäft voran: Die Plattform "Fastweb AI Work" kombiniert generative und agentische KI und richtet sich an Unternehmen, KMU und öffentliche Verwaltungen. Bis Ende des ersten Quartals wurden über 35.000 Lizenzen abonniert und mehr als 50 KI-Projekte umgesetzt.
 

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