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Christoph Lüthe, seit April 2026 CEO von Tele Columbus, kommentierte das Ergebnis: "Tele Columbus hat sich 2025 in einem unverändert herausfordernden Marktumfeld operativ behauptet. Wir wachsen konsequent dort, wo unsere Stärke liegt, nämlich im Internet- und Telefoniegeschäft auf eigener Infrastruktur."

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Tele Columbus: Internetwachstum puffert TV-Verluste ab

Die Tele Columbus AG, einer der größten deutschen Netzbetreiber, hat für das Geschäftsjahr 2025 nahezu stabile Umsätze und anhaltend starkes Wachstum im Internetbereich gemeldet – bei gleichzeitig spürbarem Rückgang der Ertragskraft. Steigende Projektkosten und struktureller Druck auf das TV-Geschäft belasteten das Ergebnis. Das Berliner Unternehmen veröffentlichte die Zahlen am 21. Mai 2026.

Umsatz stabil, Internetgeschäft als Wachstumsmotor

Der Gesamtumsatz lag mit 422,7 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert (-0,8 Prozent) und damit im Rahmen der eigenen Prognose. Dass der Rückgang so gering ausfiel, ist vor allem dem Internetgeschäft zu verdanken: Die Erlöse aus Internet- und Telefoniekundschaft stiegen um 13,1 Prozent auf 235,3 Millionen Euro und kompensierten damit weitgehend die Einbußen im TV-Bereich. Die Zahl der Internetkunden wuchs um 5,7 Prozent auf 742.000. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde von 17,99 auf 21,31 Euro – ein Plus von 18,5 Prozent.
 
CEO Christoph Lüthe, seit April 2026 im Amt, kommentierte: "Tele Columbus hat sich 2025 in einem unverändert herausfordernden Marktumfeld operativ behauptet. Wir wachsen konsequent dort, wo unsere Stärke liegt, nämlich im Internet- und Telefoniegeschäft auf eigener Infrastruktur."

TV-Geschäft weiter unter Druck

Der seit dem 1. Juli 2024 geltende Wegfall der Umlagefähigkeit von Kabelfernsehgebühren über die Mietnebenkosten beeinflusste weiterhin das TV-Geschäft. Die Zahl der Kabel-TV-Kunden sank um sechs Prozent auf 1,03 Millionen, die der Premium-TV-Abonnenten ging von 508.000 auf rund 486.000 zurück. Die Gesamtkundenzahl schrumpfte um 3,7 Prozent auf 1,33 Millionen – trotz der wachsenden Internetkundenbasis.

Investitionen gezielt zurückgefahren, Glasfaserausbau fortgesetzt

Die Investitionen sanken deutlich von 263,2 auf 173,9 Millionen Euro (-33,9 Prozent). Das Unternehmen führt den Rückgang auf eine bewusst selektivere Projektsteuerung und veränderte buchhalterische Abgrenzungen bei Projektaufwendungen zurück.
 
Trotzdem baute Tele Columbus das Netz weiter aus: Die Zahl der mit Glasfaser direkt erschlossenen Haushalte (FTTH) stieg von 188.000 auf 230.000, der gigabitfähige Anschlussbereich wurde um weitere 180.000 Haushalte erweitert. Mit einer im Mai 2026 vereinbarten Wholesale-Kooperation mit 1&1 soll das vermarktbare Glasfasernetz künftig auf rund 1,2 Millionen zusätzliche Haushalte ausgeweitet werden.

Gewinn unter Druck

Das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen, bereinigt um Sondereffekte (normalisiertes EBITDA), sank um 9,7 Prozent auf 168,4 Millionen Euro. Belastet wurde es durch Projektaufwendungen, die nicht aktiviert werden konnten und damit direkt als Kosten wirksam wurden, sowie durch den Wegfall eines positiven Einmaleffekts aus dem Vorjahr. Das ausgewiesene EBITDA fiel um 7,5 Prozent auf 128,1 Millionen Euro. Entlastend wirkten deutlich niedrigere Ausgaben für Marketing (-10,7 Mio. Euro) sowie Rechts- und Beratungskosten (-13,8 Mio. Euro), da wesentliche Umbau- und Umstellungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem TV-Umlagewechsel weitgehend abgeschlossen wurden.
 

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