Glasfaser-Infrastrukturanbieter
GlobalConnect gibt deutsches Privatkunden-Netz ab

Der Glasfaseranbieter GlobalConnect mit Hauptsitz in Dänemark übergibt sein deutsches Privatkundennetz an die kommunale NordConnect GmbH und richtet sein Deutschlandgeschäft künftig ausschließlich auf Unternehmenskunden und Carrier aus. Die Übernahme ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
GlobalConnect hatte 2024 angekündigt, B2C-Investitionen künftig auf die nordischen Länder zu konzentrieren und das Privatkundengeschäft in Deutschland zurückzufahren. Betroffen sind Haushalte in den Regionen Hamburg und Kiel.
Kommunale NordConnect übernimmt Glasfaser-Versorgung
NordConnect wird den Teil des GlobalConnect-Glasfasernetzes betreiben, der derzeit für die Endkundenversorgung in Deutschland genutzt wird. Die GmbH mit Sitz in Neumünster wurde Ende 2025 von den Stadtwerken Neumünster (SWN) und den Stadtwerken SH gegründet und betreibt Glasfasernetze in Schleswig-Holstein.
Alle betroffenen Kunden sollen ein individuelles Angebot zur Fortsetzung ihres Glasfaseranschlusses erhalten. „Wir schicken allen aktuellen Kundinnen und Kunden von GlobalConnect ein separates Angebot zur weiteren Nutzung ihres Glasfaseranschlusses. Nach Annahme dieses Angebots freuen wir uns, sie künftig als neuer Betreiber willkommen zu heißen", sagt Fabian Bühring, Geschäftsführer der NordConnect GmbH. Bestehende Verträge werden bis zur Übernahme weiterhin erfüllt; betroffene Kunden sollen rechtzeitig schriftlich informiert werden.
GlobalConnect setzt in Deutschland auf B2B und Carrier
Nach dem Rückzug aus dem Privatkundensegment will GlobalConnect sein Deutschlandgeschäft auf Unternehmenskunden und Carrier konzentrieren. Als Wachstumstreiber nennt das Unternehmen die steigende Nachfrage nach hochkapazitiver Konnektivität im Zuge von Cloud-Migration, KI-Anwendungen und dem Ausbau von Rechenzentren.
Andreas Gerhardt, Geschäftsführer von GlobalConnect Deutschland, kommentiert: "Unternehmen und Hyperscaler sind zunehmend auf Cloud-Services, KI-Anwendungen, Rechenzentren und hochkapazitive Konnektivität angewiesen. Dadurch steigt die Nachfrage nach sicherer und resilienter digitaler Infrastruktur kontinuierlich weiter."
Claudia Boss-Teichmann 11.06.2026

