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Die neue Steckoption: Der Anschluss lässt sich herstellen, ohne den geschützten Innenraum des Verteilerkastens zu berühren.(Foto: Connect com)

NE3- und 4-Ausbau

easyPATCH: Glasfaser patchen ohne Gehäuseöffnung

Der Hersteller Connect Com aus Oberboihingen erweitert sein Spleißpatchgehäuse ARCA S um die optionale Patchlösung easyPATCH. Damit lassen sich Glasfaseranschlüsse künftig von außen patchen, ohne dass das Gehäuse dafür geöffnet werden muss. Nach Angaben des Unternehmens soll dies Service- und Anschlussarbeiten am Hausübergabepunkt (HÜP/APL) vereinfachen und beschleunigen.

Mehr Aufwand durch wachsende Anschlusszahlen

Mit dem fortschreitenden Ausbau von FTTH-Netzen und der steigenden Zahl installierter Glasfaseranschlüsse gewinnen laut Connect Com effiziente Service- und Wartungsprozesse an Bedeutung. Insbesondere am Hausübergabepunkt müssten Spleißpatchgehäuse bei Anschlussänderungen oder Entstörungen häufig geöffnet werden – ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der Zeit koste und Eingriffe in den geschützten Innenbereich des Gehäuses erfordere.

Patchen von außen, Spleißbereich bleibt geschützt

Die außenliegenden Kupplungen von easyPATCH ermöglichen laut Unternehmensangaben das Patchen, während das Gehäuse geschlossen bleibt. Dadurch könnten Glasfaseranschlüsse schneller aktiviert und Anschlussänderungen sowie Servicearbeiten einfacher durchgeführt werden. Der empfindliche Spleißbereich im Inneren des Gehäuses bleibe dabei unberührt.
 
Je nach Anwendung soll der Anschluss laut Connect Com sogar ohne Vor-Ort-Einsatz eines Technikers aktiviert werden können: Der Endkunde steckt das Patchkabel in die außenliegende Kupplung, die Verbindung ist damit hergestellt. Nach Darstellung des Unternehmens spart dies Zeit und reduziert Anfahrts- sowie Servicekosten für Netzbetreiber und Installateure.
 
"Mit dem weiteren Ausbau der Glasfasernetze rücken zunehmend auch effiziente Betriebs- und Serviceprozesse in den Fokus. easyPATCH ist aus dem Anspruch entstanden, Installations- und Wartungsarbeiten zu vereinfachen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine wirtschaftlichere Anschlussaktivierung zu schaffen – ohne Kompromisse beim Schutz der Spleißverbindungen", erklärt Florian Beck, Leiter Produktmanagement bei Connect Com.

ARCA S als Basis: etabliertes Gehäusesystem am Netzübergang

Das Spleißpatchgehäuse ARCA S wird als Hausübergabepunkt für den Glasfaserabschluss an der Schnittstelle von Netzebene 3 zu Netzebene 4 eingesetzt. Mit kompakter Bauform, variablen Kabeleinführungen und individuellen Bedruckungsmöglichkeiten habe sich das System nach Angaben von Connect Com in verschiedenen FTTH-Projekten etabliert. Die optionale Patchmöglichkeit easyPATCH erweitert dieses System nun um eine zusätzliche Funktion für Installation, Betrieb und Service.
 

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