Volldigitalisierung im Kabelnetz: DLM appelliert für Zielsetzung 2018
Der analoge TV-Empfang über Kabelnetze in Deutschland soll 2018 enden – das ist das Ergebnis von Branchengesprächen zum Analog-Digital-Umstieg, die die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) in Berlin führte.
Als Moderator hatte die DLM mit den privaten und den öffentlich-rechtlichen TV-Veranstaltern, den Kabelnetzbetreibern sowie der Wohnungswirtschaft und der Interessensvertretung der privaten Mieter gesprochen.
Bei den Gesprächen sei allerdings deutlich geworden, dass es, anders als beim Satellitenempfang, aufgrund der Heterogenität des Kabelmarktes äußerst schwierig sein wird, ein einheitliches Abschaltdatum für analoge TV-Signale in den Kabelnetzen zu erreichen. Zudem gäbe es noch unterschiedliche Meinungen über den Weg zur vollständigen Digitalisierung.
Ziel sollte es aus Sicht der DLM sein, die analoge TV-Verbreitung über Kabel im Sinne der Fernsehzuschauer und der Nutzer digitaler Medienangebote spätestens im Jahr 2018 zu beenden. „Im Digitalen bekommt der Zuschauer eine ungleich größere Vielfalt an Angeboten in ungleich besserer Bildqualität“, sagte der DLM-Vorsitzende Siegfried Schneider. „Zudem bindet die analoge TV-Verbreitung nach wie vor hohe Netzkapazitäten, die schon heute und erst recht in Zukunft immer dringender für HDTV und Internetangebote benötigt werden.“
Schneider appellierte daher an alle Beteiligten, sich der Zielsetzung 2018 anzuschließen: „Der Schlüssel zum Gelingen des Analog-Digital-Umstiegs liegt darin, den Zuschauer mitzunehmen und den Prozess gemeinsam zu begleiten.“ Die DLM werde ihre Moderatorenrolle weiter ausfüllen und in enger Abstimmung mit dem Bundeskartellamt dem nötigen Austausch der Fernsehveranstalter, der Kabelnetzbetreiber und der Wohnungswirtschaft eine verlässliche Gesprächsplattform bieten.
Beatrice Monington West 04.02.2016

