
Die Overlight-Sender und -Konverter sollen die Installation vereinfachen. Laut Televes konnte der Stromverbrauch der Konverter um 50 Prozent gesenkt werden. Das Spitzenmodell OLF44K (im Bild) benötigt kein eigenes Netzteil. (Foto: Televes)
Empfangs- und Verteiltechnik
Televes erneuert Overlight-Serie für Gebäudenetze
Der Hersteller Televes hat seine Overlight-Serie für die Übertragung von TV-Signalen über Glasfaser weiterentwickelt. Die optischen Sender und Wandler sollen nach Angaben des Unternehmens den Platzbedarf, den Stromverbrauch und den Installationsaufwand bei der TV-Versorgung von Gebäuden über ein Glasfasernetz senken.
Hintergrund: Glasfaser statt Kupfer im Gebäude
In Gebäuden werden zunehmend Glasfasernetze installiert. Sie benötigen im Vergleich zu kupferbasierten Infrastrukturen weniger Energie und liefern eine robustere Signalqualität. Um solche Netze auch für die Verbreitung von terrestrischen und Satelliten-TV-Signalen zu nutzen, hat Televes die Overlight-Produktserie weiterentwickelt.
Bis zu 64 Teilnehmer ohne Verstärker
Das Signal der Overlight-Sender erreicht über Glasfaser bis zu 64 Teilnehmer, ohne dass zusätzliche Verstärker notwendig sind. Auch vorgelagerte Satellitenverstärker entfallen laut Televes. Jeder Satelliteneingang verfügt über einen rauscharmen Verstärker und Entzerrer, wodurch nach Angaben des Unternehmens auch weit entfernte Antennen zuverlässig eingebunden werden könnten.
Die fünf Sender, die 2025 mit dem Red Dot Design Award in der Kategorie Communication Technology ausgezeichnet wurden, arbeiten mit Wellenlängen zwischen 1.310 und 1.570 Nanometern und lassen sich dadurch mit anderen CWDM-Sendern multiplexen. Auf diese Weise können bis zu vier vollständige Satellitenbänder zusammen mit dem terrestrischen Signal über eine einzige optische Faser übertragen werden.
Eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht die Überwachung und Steuerung der optischen Sender. Nutzer können darüber laut Televes die Ein- und Ausgangspegel kontrollieren oder die Entzerrer präzise einstellen, um Pegelunterschiede zwischen den Frequenzen auszugleichen.
Stromverbrauch um mehr als die Hälfte reduziert
Auch die Overlight-Konverter von Televes sollen kollektive Installationen vereinfachen. Für die Signalqualität setzen sie auf die sogenannte OLC-Technologie (Optical Level Control), die den Ausgangspegel des HF-Signals unabhängig vom Eingangspegel und der Kanallast konstant hält.
Nach Angaben von Televes ist es dem Unternehmen zudem gelungen, den Stromverbrauch der kompakten, etwa smartphone-großen Konverter um 50 Prozent zu senken. Das Spitzenmodell der Serie, der OLR44K, kommt dadurch ohne eigenes Netzteil aus: Er wird über den Multischalter gespeist, der über die vier Sat-TV-Ausgänge (Quattro-Modus) des Konverters angeschlossen wird, unabhängig davon, ob der Schalter über einen oder mehrere Sat-Anschlüsse Strom erhält. Der OLR4N mit vier sowie der OLR2N mit zwei Teilnehmeranschlüssen (Legacy oder dCSS) komplettieren die Produktserie.
Die Overlight-Produktserie eigne sich laut Televes durch den geringen Stromverbrauch und das optimierte elektronische Verhalten von Sendern und Konvertern besonders für den Einsatz in GPON- und FTTx-Installationen.
Claudia Boss-Teichmann 29.07.2026

