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DI Heinrich Lakatha (Geschäftsführung Stadtwerke Feldkirch) und Karoline Lampert (Geschäftsführung Firma Lampert) bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Stadtwerke Feldkirch)

Kooperation

Stadtwerke Feldkirch und Lampert vereinbaren Ausbaupartnerschaft

Die Stadtwerke Feldkirch und die Kabel-TV Lampert GmbH & Co KG haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um den Ausbau von Glasfaseranschlüssen (FTTH) in der Vorarlberger Stadt Feldkirch zu beschleunigen. Kern der Vereinbarung ist eine klare Aufgabenteilung zwischen den Partnern: Die Stadtwerke übernehmen das Backhauling, Lampert errichtet die FTTH-Infrastruktur bis zu den Endkunden. Ziel ist es laut den Unternehmen, bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen und mehr Haushalte pro Jahr an das Glasfasernetz anzuschließen.
 
"Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute genauso wichtig wie die Versorgung mit Energie oder Wasser. Mit dieser Kooperation schaffen wir die Voraussetzungen, den Glasfaserausbau in Feldkirch deutlich schneller und wirtschaftlicher umzusetzen", sagt DI Heinrich Lakatha, Geschäftsführer der Stadtwerke Feldkirch.
 
Karoline Lampert, Geschäftsführerin von Lampert, betont: "Gemeinsam können wir den Ausbau moderner Glasfaseranschlüsse gezielt vorantreiben. Die Kooperation ermöglicht es, bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen und noch mehr Menschen in Feldkirch einen direkten Zugang zur Glasfasertechnologie zu bieten."

Klare Aufgabenteilung soll Parallelnetze vermeiden

Wie Kabel-TV Lampert auf Anfrage von Cable!vision Europe mitteilte, sind die Stadtwerke Feldkirch für Aufbau und Betrieb des Backhaulings zuständig, das die Point-of-Presence-Standorte (PoPs), Ortszentralen und Übergabepunkte von Lampert im Stadtgebiet anbindet. Ab diesen Übergabepunkten übernimmt Lampert Errichtung und Ausbau der FTTH- sowie FTTH-Inhouse-Infrastruktur.
 
Durch diese Aufteilung entstehe künftig kein Überbau mehr, da beide Unternehmen ihre jeweiligen Stärken bündelten und Ausbaukapazitäten gezielt einsetzten, so das Unternehmen weiter.
 
Das Eigentum am Netz folgt laut Lampert der Aufgabenteilung: Das Backhauling-Netz gehört den Stadtwerken Feldkirch, die FTTH-Infrastruktur Lampert. Betrieb und weiterer Ausbau des jeweiligen Netzabschnitts liegen in der Verantwortung des jeweiligen Eigentümers und würden eng aufeinander abgestimmt.
 
An den Diensten auf dem Netz ändert die Kooperation zunächst nichts: Privat- und Businesskunden werden laut Unternehmensangaben weiterhin von Lampert sowie vom regionalen Internetanbieter volhighspeed versorgt, Geschäftskunden zusätzlich von den Stadtwerken Feldkirch. Das Netz sei jedoch bewusst offen gestaltet worden, sodass künftig auch weitere Anbieter darüber Dienste erbringen könnten.

Ausbauplan: Flächendeckung in fünf bis zehn Jahren angestrebt

Für den weiteren Ausbau nennt Lampert drei Schwerpunkte: Auf Basis der bereits vorhandenen gemeinsamen Infrastruktur gehen die Partner davon aus, das gesamte Stadtgebiet innerhalb der kommenden fünf bis zehn Jahre vollständig mit Glasfaser zu erschließen. Neu errichtete Immobilien sollen von Beginn an direkt angebunden werden. Für die Umstellung bestehender, bislang über DOCSIS versorgter Gebäude auf Glasfaser rechnet das Unternehmen dagegen mit einem längeren Zeitraum – dies begründet Lampert mit branchenweit bekannten Herausforderungen bei der Bestandsumstellung.
 
Insgesamt erwarten die Partner durch die Kooperation eine Verdopplung der bisherigen Ausbaugeschwindigkeit. Gewerbegebiete sowie Schulen, Kindergärten und weitere öffentliche Einrichtungen in Feldkirch sind nach Angaben der Unternehmen bereits vollständig an das Glasfasernetz angeschlossen.
 

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