
Fabian Bühring, Geschäftsführer NordConnect - Janet Sönnichsen, Bürgermeisterin Stadt Rendsburg - Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke SH - Dirk Lohmeyer, Geschäftsführer SWN - Iris Ploog, Bürgermeisterin Stadt Eckernförde und Aufsichtsratsvorsitzende Stadtwerke Eckernförde - Morris May, Geschäftsführer SWN . (Foto: Nordconnect)- Michael Böddeker, Geschäftsführer SWN - Monika Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzende SWN - Holger Ley, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Schleswig / SWSH. (Foto: Nordconnect)
Kooperation
Zusammenarbeit kommunaler Netze vertieft
Die NordConnect GmbH wurde im Dezember 2025 von den Stadtwerken Neumünster (SWN) und den Stadtwerken SH als gemeinsame Telekommunikationsgesellschaft gegründet. Jetzt haben die beteiligten Gesellschafter und Geschäftsführungen die Ausgliederung der Glasfaserbereiche der SWSH-Gruppe zur NordConnect GmbH notariell beurkunden lassen, wie das Unternehmen am 29. Juli 2026 aus Neumünster mitteilte. Ziel ist es laut den Beteiligten, Betrieb, Vermarktung, Kundenservice und Weiterentwicklung der kommunalen Netze stärker zu bündeln.
Der Glasfaserbereich der SWN wechselte bereits zum 1. Juni 2026 zu NordConnect. Mit der nun beurkundeten Ausgliederung der Glasfaserbereiche der SWSH-Gruppe ist laut NordConnect der Weg dafür bereitet, dass Mitarbeiter und Glasfaserkunden der SWSH-Gruppe zum 1. September 2026 zu NordConnect wechseln.
Eigentum bleibt bei den kommunalen Partnern
Die Netzinfrastruktur bleibt weiterhin im Eigentum der jeweiligen kommunalen Partner – NordConnect übernimmt Betrieb, Vermarktung und Kundenservice, nicht jedoch die Eigentümerschaft an den Netzen. Stadtwerke, kommunale Netzgesellschaften und weitere Infrastrukturpartner könnten über dieses Plattformmodell Kompetenzen bündeln, ohne die Eigentümerschaft an ihren Netzen abzugeben, so das Unternehmen.
Größtes Glasfasernetz Schleswig-Holsteins unter der Marke GIGA⁵
Unter der Endkundenmarke GIGA⁵ betreibt NordConnect nach eigenen Angaben das größte Glasfasernetz Schleswig-Holsteins; mehr als 320.000 Haushalte könnten laut Unternehmen über die angeschlossenen Netze erreicht werden. Zugleich setze das Unternehmen auf ein offenes Netzmodell: Über Open Access sollen künftig auch weitere Anbieter und Partner auf den kommunalen Glasfasernetzen aktiv werden können.
Plattformmodell als Antwort auf Marktdruck
Der Zusammenschluss sei nach Darstellung der Beteiligten zugleich ein Signal für die Stärke kommunaler Zusammenarbeit: Während der Glasfasermarkt bundesweit von hohem Investitionsdruck, zunehmendem Wettbewerb und steigenden Anforderungen an Betrieb und Service geprägt sei, setzten SWN, die Stadtwerke SH und NordConnect auf ein gemeinsames Plattformmodell.
Claudia Boss-Teichmann 30.07.2026

