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Die Luxemburger RTL Group erwartet einen Jahresumsatz von bis zu 7,2 Milliarden Euro. Bild: RTL Group/Eric Steichen

Medienwirtschaft

RTL Group steigert Ergebnis nach Sky-Übernahme

Die RTL Group hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Umsatz um 3,9 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte EBITA stieg von 160 auf 239 Millionen Euro. Zum Wachstum trugen vor allem das Streaming-Geschäft und die konsolidierte Sky Deutschland bei. Die Übernahme des Pay-TV-Anbieters wurde am 1. Juni 2026 abgeschlossen, sodass das Geschäft von Sky in den Halbjahreszahlen nur für einen Monat enthalten ist.

RTL+ zählt über 7,6 Millionen Abonnements

Das Gros des Wachstums geht auf das Streaming zurück. Die Erlöse von RTL+, M6+ und RTL+ Ungarn stiegen im ersten Halbjahr um 27,2 Prozent auf 299 Millionen Euro. Als Gründe nennt die RTL Group unter anderem mehr zahlende Abonnenten, höhere Preise in Deutschland und wachsende Werbeeinnahmen. Zum 30. Juni 2026 zählten RTL+ und M6+ zusammen 8,73 Millionen zahlende Abonnements. Das entspricht einem Plus von 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein RTL+ Deutschland kam auf 7,6 Millionen Abonnements.

Auch ergebnisseitig hat der Bereich die Gewinnzone erreicht. Das bereinigte EBITA des Streaming-Geschäfts lag bei 31 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 hatte noch ein Verlust von 34 Millionen Euro zu Buche gestanden. Für das Gesamtjahr erwartet die RTL Group inzwischen ein um rund 100 Millionen Euro bereinigtes EBITA aus dem Streaming-Geschäft. Zuvor hatte der Konzern lediglich 25 bis 50 Millionen Euro prognostiziert.

TV-Werbung verliert, Digitalwerbung wächst

Gegenläufig entwickelte sich hingegen der Werbemarkt. Die Erlöse aus klassischer TV-Werbung gingen im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 977 Millionen Euro zurück. Die digitalen Werbeerlöse stiegen dagegen um 10,9 Prozent auf 255 Millionen Euro. Insgesamt sank der Werbeumsatz leicht um 0,7 Prozent.

Die RTL Group rechnet auch im Gesamtjahr mit einem Rückgang der TV-Werbeerlöse um rund 4 Prozent. Die Streaming-Umsätze sollen dagegen um etwa 25 Prozent wachsen.

Bis zu 7,2 Milliarden Euro Umsatz erwartet

Sky Deutschland steuerte im Juni 61 Millionen Euro zum bereinigten EBITA der RTL Group bei. Der Konzern weist allerdings darauf hin, dass dieser Wert nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden könne. Im Juni fielen saisonbedingt keine Kosten für Bundesliga- und DFB-Pokal-Übertragungen an. Durch die Übernahme vereint die RTL Group nach eigenen Angaben 12,4 Millionen Bezahlabonnements im deutschsprachigen Raum. Der Konzern erwartet innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien von 250 Millionen Euro.

Unter Einbeziehung von Sky Deutschland für die Monate Juni bis Dezember prognostiziert die RTL Group für 2026 einen Umsatz zwischen 7,1 und 7,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITA soll rund 725 Millionen Euro erreichen. Das mittelfristige Ziel eines bereinigten EBITA von einer Milliarde Euro hält der Konzern aufrecht.

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