
GVG-CEO Thorsten Fellmann (l.) Andreas Mayer, Co-CEO der Glasfaser Nordwest, bei der Vertragsunterzeichnung am Rathaus in Stuhr. (Foto: Glasfaser Nordwest)
Glasfaserausbau
GVG Glasfaser kooperiert mit Glasfaser Nordwest
Die Glasfasernetzbetreiber Glasfaser Nordwest und GVG Glasfaser haben für die Ortsteile Brinkum, Moordeich und Varrel der Gemeinde Stuhr im Landkreis Diepholz eine Open-Access-Vereinbarung geschlossen. GVG erhält damit Zugang zum FTTH-Netz von Glasfaser Nordwest und kann somit Kunden ihre Internettarife der Marke nordischnet anbieten. Die Vereinbarung deckt nach Angaben der Unternehmen rund 11.000 Adressen mit Privathaushalten und Gewerbebetrieben ab.
Glasfaser Nordwest, das Gemeinschaftsunternehmen von EWE und Deutscher Telekom, baut in den drei Ortsteilen bereits ein eigenes FTTH-Netz auf. GVG Glasfaser hatte dort ebenfalls einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau geplant, verzichtet nun aber darauf und nutzt stattdessen das Netz von Glasfaser Nordwest. Beide Unternehmen haben sich laut eigenen Angaben auf faire, diskriminierungsfreie Konditionen für die Netznutzung geeinigt.
Open-Access-Kooperation statt Doppelausbau
"Unser Glasfaserausbau in Stuhr ist bereits weit fortgeschritten", erklärt Andreas Mayer, Geschäftsführer der Glasfaser Nordwest. "Umso mehr freuen wir uns, mit der GVG Glasfaser einen Partner gewonnen zu haben, der unseren Ansatz eines offenen Netzzugangs teilt."
GVG-CEO Thorsten Fellmann betont, dass sich die Kooperation positiv auf andere Ausbauprojekte des Kieler Unternehmens auswirken werde. "Durch die Open-Access-Vereinbarung mit Glasfaser Nordwest verhindern wir nicht nur die sinnlose Doppelverlegung hochmoderner Glasfaser in Stuhr, sondern ermöglichen insbesondere den schnelleren Anschluss von Menschen und Unternehmen an zukunftssichere Glasfaser, da wir so unseren Glasfaserausbau in anderen Projektgebieten weiter hochfahren können."
Claudia Boss-Teichmann 03.09.2026

