
Die Mitgliederversammlung des Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) am 10. September hat den Vorstand um Ralf Berger in den Ämtern bestätigt. (Foto: Claudia Berger)
FRK Breitbandkongress 2026
Mitgliederversammlung bestätigt FRK-Spitze
Der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) hat auf der Mitgliederversammlung im Rahmen seines 29. Breitbandkongresses am 10. September 2026 den Vorstand um Vorsitzenden Ralf Berger per Wiederwahl in den Ämtern bestätigt. In der Versammlung berichteten Berger und FRK-Justiziar Tim Staupendahl zudem von einer mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, die eine Rückkehr zum Sammelinkasso möglich erscheinen lässt – ein für den TK-Mittelstand finanziell relevantes Abrechnungsverfahren, das mit der Reform des Telekommunikationsgesetzes weitgehend abgeschafft worden war.
Vorstand bestätigt, ein Nachrücker ergänzt das Gremium
Die Mitgliederversammlung wählte Ralf Berger erneut zum Vorsitzenden, Frank Plückhahn zu seinem Stellvertreter und Franz Ziener zum Schatzmeister. Für den ausgeschiedenen Daniel Niebuhr rückt Thomas Pester als weiterer stellvertretender Vorsitzender in den geschäftsführenden Vorstand nach. Den Gesamtvorstand ergänzen die Beisitzer Rico Gerhardt, Franz-Josef Kukuk, Andreas Sack und Jens Einhardt.
Sammelinkasso: Hoffnung nach BVerfG-Verhandlung
Vor dem Bundesverfassungsgericht ging es laut FRK um die im Telekommunikationsgesetz verankerten Regelungen zum Sonderkündigungsrecht sowie zur Abschaffung der Betriebskostenumlage über die Mietnebenkosten. Die Verhandlung sei ergebnisoffen geführt worden; Berger und Staupendahl halten es für möglich, dass die Verfassungsrichter die Regelungen kippen könnten. "Das wäre sowohl für unsere Mitglieder als auch für die Wohnungswirtschaft eine enorme bürokratische Entlastung", sagte Berger. Laut Berger begrüßen auch viele Wohnungsunternehmen eine Wiedereinführung des Sammelinkassos.
Fortschritte bei Corint-Media-Verhandlungen
Als weiteres Thema der Mitgliederversammlung nannte der FRK die Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft Corint Media, die kurz vor dem Abschluss stünden. "Mit dem Ausgang der Verhandlungen sind wir sehr zufrieden", erklärte Berger. "Die Gleichbehandlung mit anderen Verbänden stand im Mittelpunkt. Trotzdem konnten wir Punkte durchsetzen, die unseren Mitgliedern wichtig sind."
Kongress als Rahmen: Praxisthemen und Ausblick auf 2027
Der Breitbandkongress selbst bot laut FRK Vorträge zu aktuellen Herausforderungen des TK-Mittelstands, etwa zur Beschleunigung der "Time to Revenue" mittels KI, zu Anwendungen im Kundenmanagement sowie zu Schadenersatzforderungen und zur Modernisierung bestehender Infrastrukturen. Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der aconium, die als Projektträger für das Bundesförderprogramm Breitband fungiert, stellte bei seiner Keynote auf dem Branchentreff mehrere Maßnahmen zur Verschlankung des Förderverfahrens vor.
Zur Resonanz sagte Berger: "Insgesamt haben wir im Vorstand durchweg positive Rückmeldungen von Ausstellern und Besuchern erhalten. Jetzt widmen wir uns den Vorbereitungen für unser Jubiläum im nächsten Jahr." Der 30. Breitbandkongress des FRK ist für den 15. und 16. September 2027 im H4 Hotel in Leipzig geplant.
Claudia Boss-Teichmann 18.09.2026

