
Austrian Fiber Summit 2026
Glasfasergipfel in Dornbirn: Wie weiter nach dem Ausbau?
Die österreichische Glasfaserbranche trifft sich am 11. November 2026 in der Messe Dornbirn zum Austrian FiberSummit. Im Mittelpunkt steht laut Veranstalter Open Fiber Austria (OFAA) die Frage, wie sich das Potenzial der bereits errichteten Glasfasernetze ausschöpfen lässt. Das Leitthema lautet "Shaping Austria’s Full Fiber Future". Am Vorabend, dem 10. November, findet in der Business Lounge des SCR Altach die FiberNight statt.
Von der Infrastruktur zur Nutzung
Österreich hat in den vergangenen Jahren erheblich in den Glasfaserausbau investiert. Nun gehe es darum, die Infrastruktur erfolgreich zu nutzen. Entscheidend sind aus Sicht der Organisation attraktive Angebote, offene Zugangsmodelle und die Anbindung bis in die Gebäude.
OFAA-Geschäftsführerin Irmgard Kollmann sagt: "Der Austrian FiberSummit vereint die maßgeblichen Akteure der österreichischen Glasfaserbranche – Infrastrukturbauer, Netzbetreiber, Internet Service Provider, Politik, Gemeinden sowie führende Experten aus dem In- und Ausland. Gerade angesichts tiefgreifender Veränderungen braucht es einen offenen, fundierten Dialog."
Marktanalyse und Breitbandgipfel
Grundlage der Diskussionen ist die OFAA-Marktanalyse 2026. Die Ergebnisse stellt die OFAA am 4. November in einer Pressekonferenz erstmals vor. Auf dem Summit präsentiert Jens Böcker, Professor für Marketing an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Zahlen. Er war federführend an der Analyse beteiligt und ordnet sie für den österreichischen Markt ein.
Der anschließende Breitbandgipfel behandelt die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Fjodor Gütermann, Leiter des Breitbandbüros des Bundes, gibt einen Impuls. Danach diskutieren Vertreter von A1 Telekom Austria, Magenta Telekom, Telecom Liechtenstein, des Österreichischen Städtebunds und der OFAA über Investitionssicherheit und die Herausforderungen der nächsten Ausbauphase.
OFAA-Vizepräsident Philipp Machač sagt: "Der Ausbau moderner Glasfasernetze ist die Grundlage. Langfristig erfolgreich sind diese Netze aber nur, wenn sie auch genutzt werden. Dafür brauchen wir starke Internet Service Provider, attraktive Produkte und offene Netze, auf denen regionale wie überregionale Anbieter zu fairen Bedingungen agieren können."
Vorarlberg als Gastgeberregion
Vorarlberg bringt Erfahrungen aus der Zusammenarbeit von Land, Energieversorgern und Gemeinden ein. Den regionalen Auftakt gestalten Landesrat Marco Tittler und Quido Salzmann, Vorstandsmitglied der illwerke vkw.
Tittler sagt: "Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts ebenso unverzichtbar wie gut ausgebaute Verkehrs- und Energienetze. [...] Gerade im ländlichen Raum ist eine flächendeckende Anbindung entscheidend, damit alle Regionen von den Chancen der Digitalisierung profitieren können."
Am Nachmittag stellen Stefan Stutz, Breitbandbeauftragter der Vorarlberger Landesregierung, und Christoph Märk, Leiter Telekommunikation bei illwerke vkw, die regionale Netzstrategie und aktuelle Ausbauprojekte vor. Ein Business Talk behandelt anschließend Herausforderungen und Erfolgsmodelle aus Sicht von Netzbetreibern, Land und Gemeinden.
Weitere Informationen und das Tagungsprogramm des Austrian FiberSummits findet man hier: Austrian FiberSummit 2026
Claudia Boss-Teichmann 16.10.2026
