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BREKO-Netzbetreiber stellt die Weichen für digitale Überholspur in Dithmarschen


Mit dem ersten Spatenstich hat der Breitband-Zweckverband Dithmarschen (BZVD), Brunsbüttel, in Schafstedt-Süd im Landkreis Dithmarschen die Weichen für die digitale Zukunft gestellt.

Gemeinsam mit Technologie-Staatssekretär Dr. Frank Nägele aus dem Wirtschaftsministerium in Kiel, Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant, Olaf Tölke von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und Dirk Sasson, Prokurist und Bereichsleiter Telekommunikation und Informationstechnik der Stadtwerke Neumünster (SWN) GmbH, hat BZDV-Verbandsvorsteher Peter Schoof den Ausbau des flächendeckenden, leistungsfähigen Glasfasernetzes offiziell eingeleitet.

Bis zum Jahr 2022 wird der Zweckverband gemeinsam mit seinem regionalen Partner rund 150 Millionen Euro in das Zukunftsprojekt investieren. Davon werden etwa 20 Millionen Euro für die aktive Technik von den Stadtwerken Neumünster – sie sind Mitglied im deutschen Glasfaserverband, dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) – finanziert. Beginnen wird der Netzausbau in den ländlichen, schlechter versorgten Gebieten bis hin zu den städtischen, besser versorgten Regionen im Kreis Dithmarschen.

Der Zweckverband und die Stadtwerke hatten erst vor acht Monaten den Vertrag unterzeichnet. „Geschwindigkeit ist schließlich das Markenzeichen des Netzes, das wir bauen – da wollen wir in nichts nachstehen", betonte Peter Schoof beim offiziellen Festakt vor rund 50 Gästen aus Politik und Wirtschaft im Bürgerhaus. „Wir sind gut im Zeitplan und haben im ersten Ausbaugebiet, das wir im Südosten von Dithmarschen erschließen wollen, mit mehr als 1.000 Verträgen eine hervorragende Resonanz gehabt: Dithmarschen ist bereit für das schnelle Internet."

Nach dem Startschuss in Schafstedt-Süd mit den Ortsteilen Hohenhörn und Dückerswisch folgt der Netzausbau in den Gemeinden Eggstedt und Hochdonn. Ab April 2016 rücken mehrere Tiefbautrupps nach, um die Bauarbeiten in Süderhastedt, Großenrade, Quickborn, Frestedt und Brickeln voranzutreiben. Bis zum Jahresende sollen alle Hausanschlüsse fertiggestellt sein. Erste Portierungen sind nach Angaben der SWN ab Herbst möglich.

„Die gute Resonanz im ersten Gebiet macht uns natürlich Mut für die weiteren Gebiete, die vor uns liegen", sagte SWN-Projektleiterin Manuela Charnetzki. „Das Glasfasernetz ist gerade für den ländlichen Raum, in dessen Erschließung mit Glasfaser wir in den vergangenen Jahren viel Erfahrung gesammelt haben, ein wichtiges Standortargument." Durch die gute Abschlussquote im Pilot-Cluster würden zudem Synergien erreicht, so dass in einigen Außengebieten der Ausbau realisiert werden kann.

Der Breitband-Zweckverband Dithmarschen investiert im ersten Aktionsgebiet rund sechs Millionen Euro in den passiven Netzausbau, die SWN weitere 750.000 Euro in die aktive Technik. Um die Haushalte und die Betriebe anzuschließen zu können, müssen allein im Pilot-Cluster rund 50 Kilometer Glasfaserkabel in Ortstrassen und weitere 17 Kilometer in Ferntrassen verlegt werden. Die Stadtwerke Neumünster, mit aktuell mehr als 22.000 Glasfaser-Kunden größter Flächenversorger in Schleswig-Holstein, verlegen die Leitungen bis ins Haus (Fibre to the home – FTTH). Als Pächter des Netzes werden die SWN später für den sicheren Betrieb des Glasfasernetzes verantwortlich sein. Das Netz bleibt nach der Fertigstellung im Eigentum des Breitband-Zweckverbandes Dithmarschen – und wird damit ein echtes Bürgernetz. Die Vermarktung der Breitband-Anschlüsse im zweiten Aktionsgebiet im Bereich Volsemenhusen, Dingen, Helse, Ramhusen, Schmedeswurth, Diekhusen-Fahrstedt, Neufeld und Neufelderkoog soll nach jetzigen Stand im Herbst 2016 anlaufen.

 

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