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Premiere stärkt Umsatz und reduziert Verluste

Erfordert Abwehr von Hackern CA-Wechsel?

Premiere hat im Geschäftsjahr 2007 das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) im Vergleich zum Vorjahr um 73,9 Prozent auf 83,4 Mio. EUR (2006: 47,9 Mio EUR) gesteigert. Nach Abschreibungen (EBIT) verbesserte sich das Ergebnis auf -10,5 Mio. EUR (-40,7 Mio. EUR), der Nettoverlust reduzierte sich erheblich von 161,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 51,6 Mio. EUR.

Die Abonnentenzahlen stiegen gegenüber dem Vorjahr (2006: 3.409.990) deutlich: Nach einem Nettowachstum von 868.681 Kunden im Jahr 2007 zählte Premiere zum 31. Dezember 4.278.671 Abonnenten. Davon bedient Premiere rund 628.000 indirekt mit der Bundesliga über arena und Unitymedia. Die Zahl der direkten Premiere Abonnenten stieg um 241.152 auf 3.651.142.

Im 4. Quartal 2007 konnte Premiere den Umsatz auf 283,6 Mio. EUR steigern (Q4 2006: 243,3 Mio. EUR). Aufgrund der Lizenzzahlungen für die Bundesliga stiegen die operativen Kosten im Vergleich zum Vorjahresquartal (216,1 Mio. EUR) auf 270,2 Mio. EUR. Premiere erzielte im 4. Quartal ein EBITDA von 13,4 Mio EUR (27,2 Mio EUR) und einen operativen Cash-Flow von 24,3 Mio. EUR.

Der Geschäftsverlauf des 4. Quartals wurde durch eine Sicherheitslücke des von Premiere verwendeten Verschlüsselungssystems Nagravision beeinflusst. Ab dem 2. Quartal 2008 wird eine neue Smartcard-Generation eingeführt, um die Sicherheitslücke zu schließen. Die Umstellung soll im 3. Quartal 2008 abgeschlossen sein. Offen bleibt, ob und wann es angesichts der Sicherheitsprobleme und nach dem Einstieg von Murdoch zu einem Wechsel des CA-Systems von Nagravision zu NDS kommt?

Trotz der schwierigen Marktsituation durch die bevorstehende Bundesliga-Versteigerung und die Piraterie-Problematik hat Premiere das Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen. Premiere zeigt als erster deutscher Sender ab der kommenden Saison die Formel 1 live im Internet unter vod.premiere.de. Zusätzlich zu den Pay-TV-Rechten für Kabel und Satellit hat sich Premiere jeweils die Verbreitung der eigenen Spielfilmrechte für Internet-TV und mobile Endgeräte (Handy-TV) gesichert. Die Vereinbarung mit den Universal Studios umfasst auch die Video-on-Demand-Rechte für TV und Internet. Erfolgreich verlief der Vermarktungsstart von Premiere Star, das erste Pay-TV-Angebot von Premiere, das exklusiv über Satellit verbreitet wird. Das neue Programmpaket konnte seit dem offiziellen Sendestart am 13. September 2007 bis zum Jahresende an über 170.000 Abonnenten vermarktet werden. Premiere Star bündelt und vermarktet 18 bestehende und neue Pay-TV-Sender, das Angebot besteht aus hochwertigen Themensendern für jedes Alter und fast alle Interessen.

 

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