
BUGLAS- Mitglieder treiben 2016 Glasfaserausbau voran
Die im Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) organisierten Unternehmen haben den Glasfaserausbau bis in die Gebäude und Haushalte (Fiber to the Building/Home, FttB/H) in der ersten Jahreshälfte 2016 weiter vorangetrieben und dabei die Ausbaugeschwindigkeit teilweise sogar noch erhöht. Mit dieser positiven Botschaft eröffnete BUGLAS-Präsident Jens Prautzsch das Sommerfest des deutschen Glasfaserverbands Ende Juni in Norderstedt. Der BUGLAS hält damit an seiner Prognose fest, dass die Verbandsunternehmen in diesem und den beiden folgenden Jahren insgesamt etwa eine weitere Million Haushalte und etliche tausend Unternehmen über die leistungsfähigste Anschlusstechnologie mit superschnellem Internet versorgen werden.
Eine klare Absage erteilte Prautzsch den kurzfristigen Bandbreitenzielen der Politik. Diese würden nicht nur den Blick auf die Notwendigkeiten der Gigabitgesellschaft verstellen, sondern über ihr Einfließen beispielsweise in Regulierungsentscheidungen wie etwa zum Einsatz von Vectoring dazu führen, dass sich die Rahmenbedingungen für den FttB/H-Ausbau deutlich verschlechterten. Von der Bundesnetzagentur erwartet der BUGLAS-Präsident daher, dass sie künftig die vom Telekommunikationsgesetz vorgegebenen gleichrangigen Regulierungsziele „Förderung chancengleichen Wettbewerbs“ und „Förderung des Aufbaus nachhaltiger NGA-Infrastrukturen“ wieder entsprechend berücksichtigt. Deutliche Kritik äußerte Prautzsch vor diesem Hintergrund an der Vorgehensweise des Regulierers beim Konsolidierungsentwurf zum Einsatz von Vectoring in den Nahbereichen der Hauptverteiler. Mit dem Zurückziehen des ersten Notifizierungsentwurfs und der unmittelbaren Einreichung des neuen Entwurfs an die Kommission werden nach Auffassung des BUGLAS mindestens zwei vorgesehene Verfahrensschritte ausgehebelt. Zudem, so Prautzsch, könne die Umsetzung der von der Kommission in ihrem „Serious Doubts-Letter“ geäußerten fünf zentralen Kritikpunkte durch die Bundesnetzagentur nur als absolut unzureichend bewertet werden: Zwei der Bedenken der Kommission seien überhaupt nicht aufgegriffen, zwei weitere zwar aufgegriffen, aber nicht ausgeräumt worden.
Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Kiel betonte in seiner Keynote „Breitband 2030 – Schleswig-Holstein als Vorbild für Deutschland?“, dass sein Bundesland weiterhin das Ziel verfolge, bis 2030 eine flächendeckende FttB/H-Versorgung zu erreichen. Für den schon heute guten Versorgungsgrad – knapp jeder vierte Haushalt in Schleswig-Holstein ist bereits mit FttB/H versorgt – und die erfolgreiche Umsetzung der Breitbandstrategie benannte der Minister vier zentrale Faktoren: Eine hohe Anzahl an regional verwurzelten Anbietern sowie hohes bürgerschaftliches Engagement, das sich beispielsweise in Bürgerbreitbandgesellschaften manifestiere, Kooperation und Koordinierung mit dem Breitbandkompetenzzentrum des Landes als zentraler Schaltstelle, innovative Instrumente wie einem Zinssubventionsprogramm oder einem Landes-Backbone-Konzept sowie eine intensive politische Begleitung.
Eine klare Absage erteilte Prautzsch den kurzfristigen Bandbreitenzielen der Politik. Diese würden nicht nur den Blick auf die Notwendigkeiten der Gigabitgesellschaft verstellen, sondern über ihr Einfließen beispielsweise in Regulierungsentscheidungen wie etwa zum Einsatz von Vectoring dazu führen, dass sich die Rahmenbedingungen für den FttB/H-Ausbau deutlich verschlechterten. Von der Bundesnetzagentur erwartet der BUGLAS-Präsident daher, dass sie künftig die vom Telekommunikationsgesetz vorgegebenen gleichrangigen Regulierungsziele „Förderung chancengleichen Wettbewerbs“ und „Förderung des Aufbaus nachhaltiger NGA-Infrastrukturen“ wieder entsprechend berücksichtigt. Deutliche Kritik äußerte Prautzsch vor diesem Hintergrund an der Vorgehensweise des Regulierers beim Konsolidierungsentwurf zum Einsatz von Vectoring in den Nahbereichen der Hauptverteiler. Mit dem Zurückziehen des ersten Notifizierungsentwurfs und der unmittelbaren Einreichung des neuen Entwurfs an die Kommission werden nach Auffassung des BUGLAS mindestens zwei vorgesehene Verfahrensschritte ausgehebelt. Zudem, so Prautzsch, könne die Umsetzung der von der Kommission in ihrem „Serious Doubts-Letter“ geäußerten fünf zentralen Kritikpunkte durch die Bundesnetzagentur nur als absolut unzureichend bewertet werden: Zwei der Bedenken der Kommission seien überhaupt nicht aufgegriffen, zwei weitere zwar aufgegriffen, aber nicht ausgeräumt worden.
Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Kiel betonte in seiner Keynote „Breitband 2030 – Schleswig-Holstein als Vorbild für Deutschland?“, dass sein Bundesland weiterhin das Ziel verfolge, bis 2030 eine flächendeckende FttB/H-Versorgung zu erreichen. Für den schon heute guten Versorgungsgrad – knapp jeder vierte Haushalt in Schleswig-Holstein ist bereits mit FttB/H versorgt – und die erfolgreiche Umsetzung der Breitbandstrategie benannte der Minister vier zentrale Faktoren: Eine hohe Anzahl an regional verwurzelten Anbietern sowie hohes bürgerschaftliches Engagement, das sich beispielsweise in Bürgerbreitbandgesellschaften manifestiere, Kooperation und Koordinierung mit dem Breitbandkompetenzzentrum des Landes als zentraler Schaltstelle, innovative Instrumente wie einem Zinssubventionsprogramm oder einem Landes-Backbone-Konzept sowie eine intensive politische Begleitung.

