VATM: 3,1 Millionen FTTB/H-Anschlüsse
Die Telekommunikations-Anbieter werden in diesem Jahr weniger erlösen als noch in 2016. Der Gesamtumsatz mit TK-Diensten in Deutschland wird 2017 voraussichtlich von 59,7 Milliarden Euro um 1,5 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro sinken. Der wachsende Markt der Kabelnetzbetreiber mit 5,5 Milliarden Euro (+0,2 Milliarden Euro) und einem Plus von 3,8 Prozent kann den Umsatzrückgang des Gesamtmarktes nicht auffangen. Das ist ein Ergebnis der gemeinsamen 19. TK-Marktanalyse von DIALOG CONSULT und VATM.
Trotz gesunkener Umsätze in der Branche erreichen die Investitionen in Sachanlagen dieses Jahr 7,9 Milliarden Euro. Das sind rund 0,3 Milliarden Euro weniger als in 2016. Etwa 3,1 Millionen Haushalte (+ 530.000) werden Ende 2017 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller (FTTB/FTTH) angeschlossen sein – ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, legt insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um fast 17 Prozent auf 880.000 zu. Neun von zehn Haushalten, die Ende 2017 einen FTTB/H-Anschluss nutzen, beziehen diesen nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Carrier. Die Wettbewerber bauen drei Viertel der Glasfaseranschlüsse bis zum Gebäude (FTTB) oder in die Wohnung (FTTH) in Deutschland.
Die Kunden wollen außerdem mehr Geschwindigkeit. Der Anteil der nachgefragten Festnetzanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s Downstream-Bandbreite wird 2017 auf 28,2 Prozent zulegen. Der Datenhunger in Deutschland nimmt weiter rapide zu: In 2017 übertragen die Nutzer hierzulande im Festnetz 30,8 Milliarden Gigabyte – das bedeutet eine Steigerung von fast 40 Prozent.

