
Schnelle Datennetze im Regionalverband Saarbrücken
Im Regionalverband Saarbrücken werden künftig zahlreiche Ortschaften an das schnelle Internet angeschlossen. Möglich wird dies durch das landesweite Projekt "NGA-Netzausbau Saar". In vielen bislang noch nicht mit schnellem Internet versorgten Orten im Regionalverband laufen seit kurzem konkrete Ausbauarbeiten der VSE NET an.
Hintergrund der zahlreichen Ausbaumaßnahmen ist das Projekt "NGA-Netzausbau Saar". Das Vorhaben wurde Ende 2015 auf Initiative der Staatskanzlei und des Zweckverbands eGo-Saar in die Wege geleitet, um eine flächendeckende Versorgung des Saarlandes mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s bis Ende 2018 zu erreichen.
Die VSE NET investiert rund 24 Millionen Euro in die neue Breitbandinfrastruktur im Regionalverband, nachdem sie im Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für dieses Gebiet erhalten hat. Um rund 27.000 bislang unterversorgte Haushalte und Gewerbestandorte in 52 Orts- und Stadtteilen anzubinden, werden bis Ende 2018 rund 100 km Glasfaserkabel verlegt und mehr als 250 neue Verteiler innerorts an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Die Verlegearbeiten hat sich VSE NET mit ihren Partnern energis und Stadtwerke gebietsweise aufgeteilt. In den nächsten Monaten werden die Baumaßnahmen schrittweise in allen unterversorgten Bereichen des Regionalverbands beginnen. "Auf jeden Fall können die ersten Kunden im Regionalverband damit rechnen, Anfang 2018 schnelles Internet zu nutzen", stellt Dr. Hanno Dornseifer, Vorstand des VSE-NET-Mutterkonzerns VSE AG, in Aussicht.

Zum Auftakt der Ausbauarbeiten im Regionalverband kamen Vertreter der Projektbeteiligten eGo-Saar, Staatskanzlei und VSE NET sowie der Politik in Heusweiler zusammen. (vlnr): Bürgermeister Dreistadt (Großrosseln), Bürgermeister Strichertz (Kleinblittersdorf), Bürgermeister Häusle (Riegelsberg), Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Bürgermeister Redelberger (Heusweiler), Bürgermeister Maurer (Quierschied), Verbandsvorsitzende eGo-Saar Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Staatssekretär Jürgen Lennartz, Vorstand der VSE AG Dr. Hanno Dornseifer, Michael Leidinger (Geschäftsführer VSE NET)
Das Projekt "NGA-Netzausbau Saar" wurde Ende 2015 von Staatskanzlei und eGo-Saar ins Leben gerufen, um einen Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbit/s auch in den Regionen des Saarlandes sicherzustellen, in denen private Telekommunikationsanbieter nicht aus eigenem Antrieb aktiv werden. Nach intensiven Verhandlungen wurden im Mai 2017 Ausbauverträge mit den drei Netzbetreibern Deutsche Telekom (Landkreise Merzig-Wadern, Saarlouis und Saarpfalzkreis), inexio (Landkreise St. Wendel und Neunkirchen) und VSE NET (Regionalverband Saarbrücken) geschlossen. In den Ausbauverträgen wurde vereinbart, dass der Ausbau vollständig von den Netzbetreibern finanziert wird und bis Ende 2018 durch diese abgeschlossen werden muss. Innerhalb des Projektes werden landesweit rund 70.000 Haushalte – das entspricht rund 16 Prozent des Landes – angeschlossen. Dazu werden rund 700 neue Glasfaserzugangsknoten geschaffen und 400 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Gemeinsam mit den schon heute bestehenden NGA-Breitbandnetzen (77 % des Landes) und dem in den nächsten zwei Jahren geplanten eigenwirtschaftlichen Ausbaumaßnahmen der Netzbetreiber (7 % des Landes) wird ein landesweit flächendeckender Ausbau erreicht.
Fast 90 Prozent der Investitionen von rund 50 Millionen Euro, die zur Umsetzung des Projektes notwendig sind und von den beauftragten Netzbetreibern getragen werden, fließen in den Ausbau von nachhaltigen Glasfasernetzen. Auf diesen können künftige Ausbauschritte bis in den Gigabitbereich nahtlos aufsetzen.

