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GSS Grundig Systems schlägt Wachstumskurs ein

Der "starke Markenname" zieht noch immer: Norbert Teschner und Robert Kirschner, die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der GSS Grundig Systems GmbH, wollen den Kopfstellentechnik-Hersteller wieder auf Wachstumskurs bringen, wie sie am 13. November 2017 auf einem Pressegespräch in Nürnberg erklärten.

Die GSS Grundig Systems GmbH, die am 1. Juni 2017 startete, übernahm Teile der GSS Grundig SAT Systems GmbH, die Ende Februar 2017 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen musste. Bei dem neuen Unternehmen, das seinen Sitz weiterhin in Nürnberg hat, leitet Teschner die Bereiche Produktion, Entwicklung und Einkauf, während Kirschner für Marketing, Vertrieb und Produkt-Management zuständig ist.

2016 erzielte GSS einen Umsatz von 11,5 Millionen Euro. "2017 wollen wir nicht schlechter dastehen als 2016 - trotz allem, was wir durchgemacht haben", sagte Kirschner. So werde man in diesem Jahr eine "schwarze Null" erzielen. Langfristig sieht er das Potenzial für eine Verdopplung des Umsatzes.

Der Trend zu Streaming-Angeboten wie Netflix soll für Wachstum sorgen, denn in den Kopfstationen werden neue Kassetten benötigt, die den IP-Datenstrom in ein DVB-konformes Signal umwandeln, damit die aus dem Internet bekannten Abrufdienste auf den Fernseher gelangen. "Streaming-Dienste sind ein Riesen-Thema für uns", betonte Teschner.



Norbert Teschner (li.) und Robert Kirschner (re.), die geschäftsführenden Gesellschafter von GSS Grundig Systems (Foto: Jörn Krieger)

Weiteres Wachstum erhofft sich GSS von der laufenden Umstellung des terrestrischen Fernsehens von DVB-T auf DVB-T2, der Analogabschaltung in den Kabelnetzen, die zumindest in Bayern und Sachsen bis Ende 2018 vollzogen wird und Kapazität für neue digitale Sender schafft, vom neuen Kabelstandard DOCSIS 3.1 sowie von Fernsehprogrammen in Ultra HD/4K, perspektivisch 8K.

Ein Großteil des Wachstums soll im Ausland erfolgen. Die Niederlassung in Dubai hat GSS beibehalten. Neu gegründet wurde die GSS Grundig Systems Africa, die von Ägypten aus 13 afrikanische Länder bedient. Dabei profitiert GSS von der "guten Markenbekanntheit", die Grundig im Ausland habe, sagte Teschner. "Das ist immer noch ein Türöffner für uns." Der Exportanteil, der derzeit bei 30 Prozent liegt, soll dadurch mittelfristig auf 50 Prozent ausgebaut werden. Neu ist zudem ein B2B-Onlineshop für Händler im deutschsprachigen Raum.

Ein Schwerpunkt der neuen GSS-Produkte, die 2018 in den Markt kommen, ist die IPTV-Technik zur Verteilung von TV-Signalen in IP-Netzwerken. Zudem sind neue Varianten der Kopfstationen GSS.compact und GSS.lamina in der Entwicklung. Abgerundet wird das Portfolio von neuen Multischalter-Serien inklusive Unicable 2 und speziellen Modellen für die GSS-Kopfstationen.

Autor: Dr. Jörn Krieger

 

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