Schweizer stimmen gegen Abschaffung der Gebühren für öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Die Stimmbürgerinnnen und Stimmbürger in der Schweiz haben am 4. März die "No-Billag"-Initiative abgelehnt. 71,6 Prozent stimmten mit Nein. Damit darf der Bund weiterhin Radio- und Fernsehgebühren zugunsten der SRG (Schweizerische Radio- und Rundfunkgesellschaft) und privater Sender erheben lassen. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,1 Prozent. Die Initiative erreichte in keinem Kanton eine Ja-Mehrheit.
Die SRG sagt dazu: "Vor dem Hintergrund der kontrovers geführten Debatte bildet der heutige Tag für die SRG einen Neuanfang, an den auch klare Erwartungen geknüpft sind: Das öffentliche Medienhaus der Schweiz wird sich an neue finanzielle Rahmenbedingungen und an neue gesellschaftliche Bedürfnisse anpassen."
Gilles Marchand, Generaldirektor der SRG, erklärte: "Dieses Resultat ist nicht einfach eine Bestätigung für uns als öffentliches Medienhaus, das der Allgemeinheit dient – es ist für die SRG ein neuer Anfang. Wir sind nun aufgefordert, unser Unternehmen neuen finanziellen Rahmenbedingungen und neuen gesellschaftlichen Bedürfnissen anzupassen. Wir wollen die Rückmeldungen aus der Gesellschaft einfliessen lassen – sowohl die ermutigenden als auch die kritischen." Die SRG wird in einem ersten Schritt die Umsetzung dreier Reformpakete an die Hand nehmen und gleichzeitig weitere Reformen erarbeiten.
Claudia Boss-Teichmann 05.03.2018

