ANZEIGE

T-Mobile US und Sprint schließen Fusionsvereinbarung

T-Mobile US Inc. und Sprint Corp. legen in einem reinen Aktientausch ihre Unternehmen zusammen. Dies teilte die Deutsche Telekom gestern mit. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden amerikanischen Unternehmen sowie ihre jeweiligen Mehrheitsaktionäre Deutsche Telekom (62 Prozent an T-Mobile US) und der japanische Technologiekonzern Softbank K.K. (83 Prozent an Sprint) jetzt abgeschlossen. Der Wert des neuen Unternehmens (Enterprise Value) beträgt rund 150 Mrd. US-Dollar, die erwarteten Synergien haben einen Barwert von rund 43 Milliarden US-Dollar.

Auf Basis der für 2018 erwarteten Zahlen hätte die neue, größere T-Mobile US rund 127 Millionen eigene Kunden und einen Umsatz von rund 76 Milliarden Dollar. Sie würde damit nach Angaben der Telekom künftig auf Augenhöhe mit den beiden landesweiten Wettbewerbern AT&T und Verizon liegen. "Zusammen mit Sprint wird die neue T-Mobile US das schlagkräftigste Mobilfunk-Unternehmen in den USA", sagt Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

T-Mobile US will die kundenorientierte Uncarrier-Strategie der vergangenen Jahre mit der erhöhten Schlagkraft des größeren Unternehmens forcieren und fortsetzen. Davon sollen die Kunden einerseits durch sinkende Preise profitieren. Zum anderen kann die größere T-Mobile mit den stärkeren finanziellen Ressourcen und ihrer umfassenden Spektrum-Ausstattung die 5G-Technologie schneller und besser ausrollen, als dies den beiden Unternehmen T-Mobile US und Sprint jeweils allein möglich wäre. Dabei will man in Zukunft auch auf Kombiprodukte aus Festnetz- und Mobilfunk setzen, mit denen die Deutsche Telekom in Europa schon sehr erfolgreich ist.

Die Transaktion hat keine Auswirkungen auf die Prognose der Deutschen Telekom für die Entwicklung des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr 2018. Die seitens Deutsche Telekom geplanten hohen Investitionen von über fünf Mrd. Euro jährlich in Deutschland werden durch die Übernahme nicht berührt. Die Deutsche Telekom hält an ihren ambitionierten Ausbauplänen für ihre Glasfaser- und 5G Netze in Deutschland fest. Die Planung lautet weiter auf ein bereinigtes EBITDA von rund 23,2 Milliarden Euro (basierend auf einem Wechselkurs von 1,13 Dollar/Euro) sowie einen Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) von rund 6,2 Milliarden Euro.

Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt notwendiger behördlicher Genehmigungen (unter anderem US-Justizministerium, Telekommunikationsbehörde FCC, Sicherheitsbehörden), und der Zustimmung der Aktionäre von T-Mobile US und Sprint sowie weiteren Vollzugsbedingungen.

Nachdem im Herbst 2017 Fusionsverhandlungen zwischen T-Mobile US mit Sprint abgebrochen worden waren, ist dies der dritte Versuch, die Unternehmen zusammenzuschließen.
 

Weitere Webseiten