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Tele Columbus AG: verhaltener Start in das neue Geschäftsjahr

Die Tele Columbus AG, Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber, hat seine Ergebnisse für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018 im Rahmen einer Quartalsmitteilung veröffentlicht. Angesichts der noch andauernden Integrationsmaßnahmen, die negative Auswirkungen auf den Kundenservice hatten, beschloss das Unternehmen, die Marketingaktivitäten zu verschieben. Dies, in Kombination mit einem integrationsbedingten Peak bei der Kundenabwanderung, führte zu einer flachen Entwicklung bei den Internet-Anschlüssen. Dies teilte Tele Columbus heute mit.

Zudem ist die Entwicklung bei den Kabel-TV Verträgen – ebenfalls saisonal bedingt und angesichts der Verlagerung von Sammelinkassoverträgen hin zu Einzelinkassoverträgen – rückläufig im Quartalsvergleich, da Verträge überwiegend zum 31. Dezember gekündigt werden. Diese Verluste im 1. Quartal werden üblicherweise im Verlauf des Jahres teilweise kompensiert.

Gleichwohl die Kundenmigration des erworbenen Kabelnetzbetreibers Pepcom planmäßig verläuft und Ende des 2. Quartals 2018 abgeschlossen werden soll, entstand im Verlauf des Projekts die Notwendigkeit für zusätzliche Feinjustierungen und Folgemaßnahmen im zweiten Halbjahr 2018, die unter anderem auf das komplexe Produkt- und Technologie-Portfolio von Pepcom zurückzuführen sind.

Im Hinblick auf die im 4. Quartal 2017 eingeführten einzeln buchbaren Internettarife, die zu einer deutlichen Steigerung von verkauften Produkten mit hoher Bandbreite geführt hat, sowie aufgrund der allgemeinen Nachfrage nach höheren Bandbreiten, arbeitet die Tele Columbus AG daran, ihren Kunden immer schnellere Geschwindigkeiten anzubieten. Das Unternehmen überprüft zudem seine Produktstrategie inklusive seines Premium-TV- und Mobilfunk-Portfolios, um zukünftig ein noch besseres Kundenerlebnis anbieten zu können.

Der Vorstand der Tele Columbus AG hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018 teilweise korrigiert.

Grundlage für die Korrektur der Prognose sind die heute erstellten Zahlen für das erste Quartal 2018, sowie die bessere Visibilität der Geschäftsentwicklungen und eine zwischenzeitliche höhere Kostenbasis resultierend aus Investitionen in die Lieferfähigkeit der Gesellschaft. Diese Effekte können kurzfristig voraussichtlich nicht durch ein stärkeres Wachstum ausgeglichen werden. Dies führt insgesamt zu einem niedrigeren normalisierten EBITDA für das Gesamtjahr 2018 als bisher erwartet. Mit Blick auf die weiter andauernde Integration, welche den Kundenservice negativ beeinträchtigt hat, hat sich die Gesellschaft entschieden, die Intensivierung von Marketingaktivitäten zu verschieben, was dazu geführt hat, dass die Internet RGU's gleich geblieben und nicht gestiegen sind.

Der Vorstand geht daher für das Geschäftsjahr 2018 von der folgenden Prognose aus:

- Die Anzahl der an das Kabelnetz angeschlossenen Haushalte bleibt stabil bei rund 3,6 Millionen.

- Es wird ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet (statt bisher mittlerer einstelliger Prozentbereich).

- Das normalisierte EBITDA wird EUR 265 bis 280 Millionen betragen (statt bisher EUR 280 bis 290 Millionen).

- Es werden Investitionen in Höhe von 27 bis 30% des Umsatzes erwartet.

Im Übrigen bleibt es bei der bisherigen Prognose für das Geschäftsjahr 2018. Der Vorstand hat ebenfalls die Mid-term Guidance bestätigt und geht von einer Spitze der Investitionen im Jahr 2019 aus.

 

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