
VAUNET: Verfassungsgut Hörfunk muss gesichert werden
Klaus Schunk, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei VAUNET und Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste, nimmt Stellung zum Ergebnis der Verhandlungen zum UKW-Markt:
"Es wurde auf den letzten Metern nochmal spannend, aber erfreulicherweise konnten sich doch alle Beteiligten dazu durchringen, ihren Beitrag zur Beilegung des UKW-Streits zu leisten. Das schafft Planungssicherheit und ermöglicht den Hörfunksendern, sich wieder auf das zu konzentrieren, worauf es ankommt: Den Hörerinnen und Hörern ein vielfaltiges Programm zu bieten, ohne Angst vor Unterbrechungen. Ein besonderer Dank hierfür gilt Bundesminister a.D. Friedrich Bohl, Staatsministerin Heike Raab, Staatssekretär Dr. Ulrich Nußbaum sowie den Verantwortlichen der Bundesnetzagentur, die maßgeblich den Weg zur gefundenen Einigung geebnet haben. Trotz des Ergebnisses erachten wir ein solches Verfahren für nicht tragbar. Eine Wiederholung darf es nicht geben. Daher mahnen wir bei der Politik in Bund und Ländern an, das Verfassungsgut Hörfunk auch auf der letzten Meile zu sichern."
Hintergrund
Nachdem Media Broadcast ihre UKW-Anlagen in Deutschland zum 30. Juni 2018 verkauft hatte, bestand wegen Uneinigkeit über die Verbreitungskosten zwischen den Sendernetzbetreibern und den neuen Antennenbesitzern die Gefahr eines UKW-Blackouts für die privaten Hörfunksender in Bayern.
Claudia Boss-Teichmann 22.06.2018

