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BREKO präsentiert sein weiterentwickeltes Regulierungskonzept

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte die Telekommunikationsbranche sowie hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft am 22. Juni zum "Regulierungskonsens Gigabitnetze" eingeladen. Als führender deutscher Glasfaserverband mit fast 180 Netzbetreibern – die sich nahezu ausschließlich auf den Ausbau reiner Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude oder bis direkt zum Nutzer fokussieren – nahm der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) an dem Gipfel am Bonner Standort des Bundeswirtschaftsministeriums teil.

In puncto künftige Regulierung hat der BREKO bereits im vergangenen Jahr das gefordert, was die Bundesregierung ebenfalls für sinnvoll hält: Um die richtigen Anreize für den Glasfaserausbau im Wettbewerb zu setzen, plädiert der Verband für den Vorrang eines frei verhandelten und marktakzeptierten Netzzugangs (Open Access) mit der Regulierungsbehörde als neutraler Streitbeilegungsinstanz. Der Verband präsentiert dem Bundeswirtschaftsminister heute sein weiterentwickeltes und optimiertes Konzept ("BREKO-Regulierungskonzept zur Beschleunigung des Glasfaserausbaus [FTTB/FTTH] in Deutschland" – abrufbar hier).

"Der Glasfaserausbau in Deutschland wird wesentlich durch lokal und regional operierende Netzbetreiber vorangetrieben, die heute mehr als 80 Prozent aller reinen Glasfaseranschlüsse (FTTB/FTTH) stellen", erklärt BREKO-Präsident Norbert Westfal. "Aus diesem Grund werden Open-Access-Kooperationen, bei denen sich die Carrier gegenseitig Zugang zu ihren Netzen gewähren, immer wichtiger. Handelsplattformen wie die BREKO Handelsplattform bringen Anbieter und Nachfrager auf einfache und rechtssichere Weise zusammen und forcieren durch die bessere Auslastung bestehender Glasfasernetze den weiteren Glasfaserausbau."

Einen völligen Verzicht auf Regulierung – wie ihn die Deutsche Telekom als Voraussetzung für ihren erst ab dem Jahr 2021 in größerem Stil geplanten Glasfaserausbau fordert – lehnt nicht nur der BREKO, sondern auch die Bundesnetzagentur ausdrücklich ab.

BREKO-Vizepräsident Karsten Kluge betont: "Der Übergang von der heute noch bestehenden 'Kupferwelt' hin zur reinen Glasfaser muss für alle Beteiligten fair und nach klaren Regeln gestaltet werden. So dürfen die noch bestehenden Kupfernetze nicht einseitig und zu selbst gewählten Zeitpunkten zu Lasten des Wettbewerbs abgeschaltet werden. Hierfür brauchen wir ein Migrationskonzept, das von der Bundesnetzagentur gemeinsam mit allen Marktteilnehmern erarbeitet wird."
 

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