ANZEIGE

EU-Kommission gibt grünes Licht für UPC-Übernahme durch T-Mobile Austria

Die EU-Kommission hat am 9. Juli 2018 die wettbewerbsrechtliche Freigabe für den 100-prozentigen Kauf von UPC Austria durch T-Mobile Austria erteilt. Sowohl UPC Austria ("UPC") als auch T-Mobile Austria ("TMA") erbringen beide Telekommunikationsdienstleistungen in Österreich. Die wichtigsten Tätigkeiten von UPC beziehen sich auf die Festnetztelekommunikation, während TMA hauptsächlich in der Mobiltelekommunikation tätig ist.

Die Freigabe erfolgte ohne Auflagen. Der Abschluss des Kaufs wird mit 31. Juli 2018 erfolgen.

"Wir werden mit dem neuen Unternehmen aus T-Mobile Austria und UPC Austria den führenden Breitbandanbieter des digitalen Österreichs schaffen. Das ultraschnelle UPC-Glasfaserkabelnetz, verbunden mit unserem leistungsstarken LTE-Netz, versetzt uns in die Pole-Position, um bei Internet-Speed, Service und Entertainment die Besten in Österreich zu sein", erklärte Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria. "Damit sichern wir Österreichs Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft."

Die Europäische Kommission teilte dazu mit: "Die Kommission hat die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf die begrenzte Zahl von Märkten im Festnetz- und Mobilfunksektor in Österreich untersucht, in denen sich die Tätigkeiten von TMA und UPC überschneiden. Insbesondere sind beide Unternehmen auf dem Gebiet der Bereitstellung von Internetzugangsdiensten für Privatkunden tätig, da der Internetzugang in Österreich häufig über einen an ein Mobilfunknetz angeschlossenen Router erfolgt.

Die Kommission stellte jedoch fest, dass die Auswirkungen des Vorhabens auf diesem Markt begrenzt sein dürften, da sich insbesondere die Festnetz-Internetzugangsprodukte von UPC von den Mobilfunk-Breitbandprodukten der TMA erheblich unterscheiden. Diese Unterschiede betreffen sowohl die zugrunde liegende Technologie als auch die Produktmerkmale, weshalb diese Produkte nicht in engem Wettbewerb zueinander stehen.

Die Kommission stellte ferner fest, dass das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen weiterhin mit anderen Akteuren wie dem etablierten Unternehmen A1 Telekom Austria und Hutchison Drei Austria konfrontiert sein wird."

Mit einem Wert von 1,9 Milliarden Euro ist der Kauf von UPC Austria durch T-Mobile Austria der größte Telekommunikationsdeal in Österreich seit dem Börsengang der Telekom Austria. Gemeinsam haben T-Mobile Austria und UPC Austria im Jahr 2017 nach Unternehmensangaben insgesamt 7,2 Millionen Anschlüsse in den Bereichen mobiler und fixer Internetzugang, Telefonie, TV-, Video- und Unterhaltungsangebote. Der konsolidierte Pro-Forma-Umsatz 2017 betrug 1,25 Milliarden Euro.

Vorerst soll für bestehende Kunden in Österreich vertraglich alles gleich bleiben: T-Mobile-Kunden bleiben T-Mobile-Kunden, UPC-Kunden bleiben UPC-Kunden. Service und Verkauf erfolgen wie bisher über das jeweilige Unternehmen. Gemeinsame Angebote des neuen Unternehmens sollen 2019 auf den Markt kommen.
 

Weitere Webseiten