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Kabelnetze holen bei Digitalisierung auf

Die deutschen Kabelnetzbetreiber befinden sich bei der Steigerung des Digitalempfangs auf der Überholspur. Dies geht aus dem neuen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die deutschen Kabelnetzbetreiber ein Plus von 46 % bei der digitalen Nutzung. Insgesamt sehen jetzt 5,8 Millionen Haushalte in Deutschland Kabelfernsehen in digitaler Qualität – knapp 2 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit überholt das digitale Kabel nicht nur die Gesamtzahl an Haushalten, die DVB-T nutzen, sondern legt auch ein deutlich schnelleres Wachstumstempo vor als der Satellitenempfang. Als Ursache sieht der Verband der deutschen Kabelnetzbetreiber ANGA die attraktive Vielfalt von inzwischen weit über 300 TV-Programmen im digitalen Kabel und die intensive Vermarktung durch die Mitgliedsunternehmen. Gleichzeitig behauptet das Kabel seinen ersten Platz als reichweitenstärkste Infrastruktur und steigerte den Anteil der Haushalte, die über einen Kabelanschluss verfügen, sogar um 200.000 Haushalte auf 52,8 %.

Thomas Braun, Präsident der ANGA, zu den aktuellen Werten: „Der Digitalisierungsbericht belegt anschaulich, dass die Akzeptanz der Kabelkunden für digitale Angebote insbesondere im letzten Jahr deutlich gestiegen ist. Die Strategie der ANGA-Unternehmen, für ihre Kunden auch weiterhin ein attraktives analoges Angebot aufrecht zu erhalten und gleichzeitig jedem Kunden die Möglichkeit zu geben, auf digitale Angebote umzusteigen, zeigt Früchte. Das Kabel liegt nicht nur bei der Gesamtzahl der angeschlossenen Haushalte unangefochten an der Spitze, es übernimmt auch die Führung bei der Anzahl der Haushalte, die digitale Angebote in den letzten 12 Monaten erstmals nutzten. Wir wissen, dass dieses Vorgehen den Interessen unserer Endkunden, der Wohnungswirtschaft und den Verbraucherverbänden entspricht. Von der Politik erwarten wir, dass wir unsere marktgetriebene Digitalisierung weiter vorantreiben können. Allerdings wäre – auch angesichts der aus der Versteigerung von Rundfunkfrequenzen zu erwartenden Lizenzerlösen – eine Einrichtung eines Digitalisierungsfonds, aus dem so wie in Österreich der Erwerb von HDTV-Empfangsgeräten infrastrukturneutral unterstützt würde, eine überlegenswerte Aktion. Dieser Digitalisierungsfonds wäre für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung von unschätzbarem Wert.“

 

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