Kooperation zwischen 1&1 und Telekom?
Die Deutsche Telekom und der Mobilfunkanbieter United Internet wollen beim Glasfaserausbau in Deutschland kooperieren. Die United Internet AG begrüßt den Vorschlag des CEO der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, zum gemeinsamen Ausbau des Glasfasernetzes in verschiedenen Regionen Deutschlands.
Dazu erklärt der CEO der United Internet AG, Ralph Dommermuth am 14. August: "Ich begrüße das Angebot von Herrn Höttges gemeinsam mit uns über 5 Mio. Haushalte mit Glasfaser-Hausanschlüssen zu versorgen und sage unsere Beteiligung zu. Im Interesse unserer Unternehmen, vor allem aber auch im Interesse der Menschen in Deutschland, ist es richtig, die Kräfte der beiden größten deutschen Anbieter zu bündeln und diese wichtige Zukunftstechnologie gemeinsam zu stemmen. Das von Herrn Höttges vorgeschlagene 50:50 Beteiligungsverhältnis möchte ich allerdings relativieren: Unser DSL-Kundenbestand ist nur ein Drittel so groß wie der der Deutschen Telekom und daher werden wir die neuen Netze nicht in gleichem Maße auslasten können. Aber wir beteiligen uns gern im fairen Verhältnis unseres Marktanteils – das führt zu einem 75:25 Joint Venture."
Dazu erklärt der CEO der United Internet AG, Ralph Dommermuth am 14. August: "Ich begrüße das Angebot von Herrn Höttges gemeinsam mit uns über 5 Mio. Haushalte mit Glasfaser-Hausanschlüssen zu versorgen und sage unsere Beteiligung zu. Im Interesse unserer Unternehmen, vor allem aber auch im Interesse der Menschen in Deutschland, ist es richtig, die Kräfte der beiden größten deutschen Anbieter zu bündeln und diese wichtige Zukunftstechnologie gemeinsam zu stemmen. Das von Herrn Höttges vorgeschlagene 50:50 Beteiligungsverhältnis möchte ich allerdings relativieren: Unser DSL-Kundenbestand ist nur ein Drittel so groß wie der der Deutschen Telekom und daher werden wir die neuen Netze nicht in gleichem Maße auslasten können. Aber wir beteiligen uns gern im fairen Verhältnis unseres Marktanteils – das führt zu einem 75:25 Joint Venture."
Weiter führte Dommermuth aus, dass es ein unterschiedliches Verständnis über die angemessene Höhe von Preisen für die Nutzung des Netzes der Telekom dort, wo kein eigenens Netz von United Internet verfügbar sei, gebe. Damit es dadurch nicht zu einer jahrelangen Blockadesituation komme, schlägt er die Bundesnetzagentur als Schiedsrichter vor. "Wenn diese Regel demnächst auch für 5G gilt, sind wir uns mit der Bundesnetzagentur einig."
Telekom-Chef Tim Höttges hatte in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe dem Mobilfunkanbieter 1&1 unfairen Wettbewerb vorgeworfen: Während die drei Mobilfunknetzbetreiber Telekom, vodafone und Telefónica Milliarden in die Infrastruktur investierten, wolle sich 1&1 in das Netz einmieten "und das zu sehr niedrigen Preisen." Gleichzeitig bot Höttges eine Zusammenarbeit an: "Ich biete 1&1 verbindlich an, dass wir ab sofort gemeinsam Glasfaserkabel verlegen und bundesweit mehr als fünf Millionen Haushalte an das schnelle Breitbandnetz anschließen." Die Kosten dafür würden zur Hälfte geteilt. "1&1 soll beweisen, dass sie bereit sind, in Infrastruktur zu investieren."
Claudia Boss-Teichmann 16.08.2018

