ANZEIGE

Markus Haas, Geschäftsführer Telefónica Deutschland (links) und Dirk Wössner, Geschäftsführer Telekom Deutschland, geben die Vertiefung ihrer bestehenden Kooperation bekannt (Foto: Deutsche Telekom/Telefónica Deutschland)

Telekom und Telefónica arbeiten bei Netzausbau zusammen

Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland bündeln ihre Kräfte, um den Netzausbau beschleunigt voranzutreiben. Beide Unternehmen vereinbarten, langfristig insgesamt mindestens 5.000 Mobilfunkstandorte der Telefónica Deutschland an die Glasfaserinfrastruktur der Telekom anzubinden. Durch die Nutzung der Infrastruktur will Telefónica Deutschland den Ausbau seines O2-Mobilfunknetzes beschleunigt vorantreiben und einen signifikanten Anteil an Mobilfunkstandorten fit für den Zukunftsstandard 5G machen. Die Deutsche Telekom will die daraus erzielten Synergien wiederum unmittelbar für den eigenen Netzausbau nutzen. Über die Höhe der Mieteinnahmen wurden keine Angaben gemacht.

Die Telekom und Telefónica Deutschland blicken bereits auf eine langjährige Partnerschaft zurück. Im Jahr 2011 schlossen die beiden Unternehmen einen sogenannten Mobile Backhaul Vertrag ab. Der Backhaul in einem Mobilfunknetz bindet die in der Fläche verteilten Basisstationen, also Mobilfunkantennen, an das Netzzentrum an. Die aktuelle Vereinbarung setzt darauf auf und erweitert die Zusammenarbeit deutlich.

"Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland. Bei unserer Kooperation gewinnen alle, weil Telekom und Telefónica Synergien nutzen. Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren", sagte Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner am Rande der Vertragsunterzeichnung. Die Kooperation zeige außerdem, dass Telekommunikationsanbieter auch ohne regulatorische Eingriffe die Zusammenarbeit suchten, so Wössner.

Mit der Kooperation schaffen die beiden Netzbetreiber Voraussetzungen, um die aktuellen Antennen der dritten oder vierten Mobilfunkgeneration (LTE) in den kommenden Jahren sukzessive um 5G zu erweitern. Für Kunden beider Unternehmen soll sich hinsichtlich Vertragsinhalten oder Rufnummern nichts ändern – beide Mobilfunknetze werden weiterhin separat voneinander bestehen. Für den Betrieb und die Überwachung des Glasfasernetzes ist die Telekom zuständig.

 

Weitere Webseiten