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Erstmals über eine Million FTTB/H-Kunden

2018 wird die Zahl der Haushalte, die einen Glasfaseranschluss bis ins Gebäude/bis in die Wohnung (FTTB/H) nutzen (Take-up-Rate) erstmals leicht bei über einer Million liegen. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Verfügbar seien echte Glasfaseranschlüsse aber bereits für etwa 3,4 Millionen Haushalte, rund 520.000 mehr als vor einem Jahr (+18 Prozent). Dies geht aus einer gemeinsamen TK-Marktstudie hervor, die der Telekommunikations-Branchenverband VATM und das Beratungsunternehmen Dialog Consult am 9. Oktober vorgestellt haben.

Neun von zehn Haushalten, die Ende 2018 einem FTTB/H-Anschluss nutzen, beziehen diesen laut der Studie nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Carrier. Die Wettbewerber würden drei Viertel der Glasfaseranschlüsse bis zum Gebäude (FTTB) oder in die Wohnung (FTTH) in Deutschland ausbauen. "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von mehr als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur bei etwa 13 Prozent", so TK-Experte Prof. Gerpott: "Die Wettbewerbsunternehmen haben mehr echte Glasfaser-Kunden als die Telekom hier FTTB/H-Anschlüsse besitzt."

Die Kunden wollen mehr Geschwindigkeit. Der Anteil der nachgefragten Festnetzanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s Downstream-Bandbreite wird 2018 auf ein Drittel zulegen – rund ein Fünftel mehr als noch im Vorjahr. Der Datenhunger in Deutschland nimmt weiter rasant zu: Über mobile Anschlüsse werden in diesem Jahr 2,5 Milliarden Gigabyte in Mobilfunknetzen verschickt oder heruntergeladen – das bedeutet eine Steigerung um 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Festnetz übertragen die Nutzer 2018 rund 36,5 Milliarden Gigabyte – das bedeutet eine Steigerung von 12,3 Prozent. Beim Telefonieren setzt sich der seit 2014 bestehende Trend weiter fort: Es wird weniger gesprochen. In diesem Jahr sind es 896 Millionen Minuten täglich (-13 Millionen Minuten pro Tag). Im Festnetz sinkt die Zahl der Gesprächsminuten deutlicher von 340 auf 325 Millionen pro Tag, im Mobilfunknetz um "nur" drei Millionen Minuten auf 306 Millionen Minuten pro Tag. Software-basierte Telefonie-Anwendungen, wie u. a. Skype und WhatsApp, gewinnen insgesamt an Bedeutung (+2 Prozent; 265 Millionen Minuten täglich).

Die Studie mit Daten zum Gesamtmarkt Telekommunikation, zum Festnetz- und Mobilfunkmarkt sowie zum Markt für Mehrwertdienste kann hier heruntergeladen werden.

 

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