VPRT und VG Media betonen Bedeutung der Privatsender
Vertreter der privaten Rundfunkunternehmen wie Gerhard Zeiler, CEO der RTL Group, sowie Thomas Ebeling, CEO der ProSiebenSat.1 Media AG, haben in Berlin im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) und der VG Media Gesellschaft zur Verwertung
der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Medienunternehmen (VG Media) für eine Stärkung und einen besseren Schutz ihrer Urheber- und Leistungsschutzrechte plädiert. Mit ihren Forderungen wandten sie
sich auch an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die unter dem Titel "Perspektiven für
die Kreativität - Sendeunternehmen als Innovations- und Wirtschaftsfaktor" gemeinsam mit ihnen und weiteren namhaften Vertretern aus Politik, Medienwirtschaft und Wissenschaft über einen effektiven Schutz von Kreativität in der digitalen Welt diskutierte.
Gerhard Zeiler: "Die Fernsehsender sind nicht nur der Motor, sondern auch der Mittelpunkt der kreativen Industrie in Deutschland. Ohne Fernsehsender keine Filmindustrie und keine Produzentenlandschaft. Hinzu kommt: Ohne einen wesentlichen Kreativbeitrag des Senders ist jedes noch so qualitätsvolle TV-Produkt nur die Hälfte wert."
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigte in der Veranstaltung Verständnis für die Position der privaten Rundfunkunternehmen. Die Stärkung der Urheber- und Leistungsschutzrechte sei ihr auch schon in der Vergangenheit ein zentrales Anliegen gewesen und ein wichtiger Bestandteil des Koalitionsvertrags. Auch wenn die zahlreich eingereichten Stellungnahmen zur aktuellen Novelle des Urheberrechts, dem sogenannten "3. Korb", noch gewichtet werden müssten, habe sich an ihrer grundsätzlichen Position nichts geändert: "Die Forderung nach einer Beteiligung an der Geräteabgabe halte ich politisch für etwas sehr Nachdenkenswertes."
VPRT-Präsident Jürgen Doetz betonte, dass es vielen Konsumenten nicht bewusst sei, dass die kreativen Leistungen von Menschen, den Urhebern also, nur dann an die Öffentlichkeit gelangen könnten, wenn die Medien als Werkmittler in all ihrer Vielfalt auch die Öffentlichkeit dafür schafften. Er mahnte in diesem Zusammenhang: "Programmpiraterie ist kein Kavaliersdelikt, sondern schlicht Diebstahl von Inhalten, die von Autoren, Komponisten oder eben auch von den Sendeunternehmen geschaffen werden."
Wolfgang Posewang 29.01.2010

