Disney drängt auf den deutschen Radiomarkt
Bei der Ausschreibung um die Lizenzvergabe des digitalen DAB-Hörfunks in Deutschland haben neun Bewerber Anträge für terrestrische Übertragungskapazitäten eingereicht. Darunter befindet sich auch der US-Medien-Konzern Disney, der bundesweites Disney Radio betreiben möchte. Ein weiterer Antragsteller ist Tochter des Süddeutschen Verlags, die SV Teleradio Produktions- und Beteiligungsgesellschaft, die das private Hörfunkprogramm Süddeutsche Zeitung Radio aufbauen will.
Außerdem befindet sich unter den Bewerbern das Fußballradio 90elf (Regiocast Digital, Leipzig), das sich um einen bundesweit terrestrischen Empfang bemüht. Darüber hinaus wollen die Hörfunkgruppe NRJ/Energy, der religiöse Sender ERF sowie das Entspannungsradio Lounge FM, das es bereits in Österreich gibt, ein bundesweites Format an den Start bringen.
Auf der Sitzung der ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten) am kommenden Dienstag, dem 23. März 2010, werden die einzelnen Bewerbungen vorgestellt und eine erste Gesamtbewertung vorgenommen. Nach der Bewerberlage gibt es laut Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten voraussichtlich das Erfordernis einer Auswahlentscheidung, da die zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten zur Abdeckung sämtlicher angemeldeter Bedarfe nicht ausreichen.
Peter Strahlendorf 15.03.2010

