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Vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich für den neuen Hauptsitz der Connect Com in Rothenburg im Schweizer Kanton Luzern. Das Gebäude soll Ende 2020 bezugsfertig sein.(Foto: Connect Com AG)

Schweizer Glasfasertechnik-Unternehmen Connect Com baut neuen Hauptsitz

Das Schweizer Glasfasertechnik-Unternehmen Connect Com AG (CCM) will seinen Hauptsitz von Hünenberg (Schweizer Kanton Zug) bis Ende 2020 nach Rothenburg im Kanton Luzern verlegen und ihn vergrößern. Grund sei, so das Unternehmen, dass die bestehenden Räumlichkeiten in Hünenberg ihre Kapazitätsgrenze erreicht hätten. Geschäfsführer Roman Wigger und Inhaber Jörg Frei hätten daher lange nach geeignetem Bauland für den neuen Hauptsitz gesucht. In Rothenburg sind sie fündig geworden.

Der Neubau soll rund 30 Mio. Franken kosten und Büros, Entwicklung, Produktion und Lager beherbergen. 85 Arbeitsplätze sollen Ende 2020 von Hünenberg nach Rothenburg verlegt und weitere neue Stellen geschaffen werden, so die CCM. Ein Drittel der über 10.000 m2 grossen Nutzfläche wolle man fremdvermieten.

Vertrauen in den Standort Schweiz

Die CCM sieht in der Entscheidung auch einen Vertrauensbeweis für den Standort Schweiz: Entgegen dem Trend verlagere CCM die eigene Fabrikation nicht ins Ausland, sondern baue sie am Schweizer Hauptsitz aus. Know-how, Qualität und Flexibilität seien ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber der Massenware aus Fernost. Dasselbe gelte bezüglich Lieferbereitschaft. Die CCM bevorrate im Schweizer Lager mehrere Tausend Artikel. Die Schweizweit höchste Verfügbarkeit sei das Ziel. Darum würden über 81.000 Artikel angeboten, und es stünden über 9.000 Kilometer Glasfaserkabel bereit, die, wenn nötig, innert weniger Stunden in der geforderten Länge beim Abnehmer seien.

Standorte Gland und Nürtingen sollen eigenständig bleiben
Ab Ende 2020 sollen alle Bereiche des Unternehmens in Rothenburg unter einem Dach vereint werden: Vertrieb, Administration, Entwicklung, Produktion, Konfektion, Lager, Technik, Management und Schulungsräume. Die Westschweizer Niederlassung in Gland und die deutsche Tochterfirma in Nürtingen bei Stuttgart sollen eigenständige Standorte bleiben.

Der Neubau werde im Sinne einer nachhaltigen und umweltschonenden Unternehmenspolitik nach modernsten Standards gebaut. Die Photovoltaikanlage beispielsweise werde mehr Energie erzeugen, als das Gebäude verbrauche.

Über Connect Com
Die inhabergeführte Connect Com AG (CCM) entwickelt, produziert und liefert Gesamtsysteme aus Glasfaserkabeln und Steckverbinder-Komponenten, welche die Grundlage des Breitbandnetzes, von Rechenzentren und Kommunikations-Verkabelungen bilden.

Nach der Firmengründung vor 26 Jahren konzentrierte man sich vorerst auf Services wie Spleissen und Messen von Lichtwellenleitern (LWL) und auf den Handel von Verkabelungskomponenten. Heute entwickelt die CCM die meisten Fiberoptik-Produkte intern und betreibt eine hauseigene Fertigung und ein Lager. Zudem bietet CCM Schulungen und LWL-Dienstleistungen vor Ort an und beschäftigt 142 Mitarbeitende und Lernende in der Schweiz und Deutschland.
 

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