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Kabel Deutschland weiter im Minus

Der Umsatz von Kabel Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2009/2010 um 10 Prozent auf 1,502 Mrd. Euro und das bereinigte EBITDA (EBITDA) um 15,4 Prozent auf 659,1 Mio. Euro. Das Unternehmen investierte mit insgesamt 327,2 Mio. (Vorjahr: 373 Mio. Euro) Euro in sein Kabelnetz und die Kundenakquisition . Der operative Free Cash Flow (EBITDA abzüglich Investitionen) betrug 331,9 Mio. Euro, ein Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Netto-Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr belief sich auf minus 45,3 Mio. Euro und verbesserte sich damit erheblich gegenüber dem Vorjahreswert von minus 144,3 Mio. Euro.

Der Netzbetreiber erzielte insbesondere bei ihren Internet- und Telefonprodukten deutliche Zuwächse. So stieg die Anzahl der Abonnements für Kabel Internet & Phone um knapp 40 Prozent auf 1,973 Millionen Einheiten (Vorjahr 1,418 Millionen). Diese Abonnements wurden von 1,097 Millionen Kunden (Vorjahr 806 Tausend) gebucht – ein Kundenzuwachs von 36,1 Prozent. Die Internet- und Telefonprodukte trugen somit entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Bei den Premium TV-Produkten stieg die Zahl der Abonnements um 11,5 Prozent auf 1,073 Millionen (Vorjahr 963 Tausend). Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurde auf 12,13 Euro (Vorjahr 11,06 Euro) gesteigert. Dabei nahm der Anteil derjenigen Kunden, die mehr als ein Produkt von Kabel Deutschland gebucht haben, erneut zu: Durchschnittlich abonnierte ein Kunde am Geschäftsjahresende 2009/2010 1,35 Produkte (Vorjahr 1,27 Produkte). Im vierten Quartal des Geschäftsjahres belief sich der monatliche Umsatz pro Kunde sogar auf 12,64 Euro, verglichen mit 11,43 Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal. Kabel Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Netto-Finanzverbindlichkeiten auf 2,866 Mrd. Euro reduziert. Das entspricht einem Verschuldungsgrad des 4,3fachen EBITDA-Wertes für das Geschäftsjahr 2009/2010. Im Vorjahr lagen die Netto-Finanzverbindlichkeiten noch bei 3,020 Mrd. Euro und entsprachen einem Verschuldungsgrad des 5,3fachen EBITDA-Wertes für das Geschäftsjahr 2008/2009.

Für das laufende Geschäftsjahr 2010/2011 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum zwischen 6,5 und 7 Prozent und ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 715 Mio. bis 725 Mio. Euro. Die Investitionen werden zurückgefahren und sollen zwischen 350 Mio. und 360 Mio. Euro liegen. Der Verschuldungsgrad wird bis zum Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich unterhalb des 4fachen EBITDA-Wertes liegen.

 

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