Smarte Städte in der Schweiz: zwei Drittel der Gemeinden sind aktiv
Im internationalen Vergleich eher zögerlich gestartet, verfügen heute
zahlreiche Schweizer Städte und Gemeinden über Smart City-Strategien und
setzen diverse Projekte um. Beinahe zwei Drittel der Städte und Gemeinden geben an, über ein Budget
für Smart City-Produkte oder -Dienstleistungen zu verfügen oder ein
solches geplant zu haben. In Städten
und Gemeinden sind 80 Prozent der Smart City-Projekte lokal
ausgerichtet. Dagegen haben derartige Produkte und Dienstleistungen für
die Unternehmensvertreter innerhalb der Studie zu 90 Prozent eine
nationale oder internationale Dimension. Zu diesem Ergebnis kommt die Stakeholderanalyse "Smart City Switzerland", die im Auftrag vom Bund und relevanten Dachverbänden durchgeführt wurde.
Zur Studie
Durchgeführt wurde die Stakeholderanalyse von der AWK Group AG in Zusammenarbeit mit der ZHAW. Mittels einer Web-Umfrage wurden die Einschätzungen von Expertinnen und Experten in der Schweiz eingeholt. 215 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt, davon 58 Vertreterinnen und Vertreter aus Städten und Gemeinden der Schweiz, 97 Unternehmen (Beratung, Technologie, Start-up) sowie 60 weitere (Förderungsprogramm, Forschungsinstitution, Verband/Verein, andere). Ergänzend zur Web-Umfrage wurden Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wissenschaft, Verwaltungsangestellten einer grösseren Stadt und einer kleineren Gemeinde sowie mit Vertretern von zwei europäischen Städten geführt.
Die Auswertungen der Stakeholderanalyse "Smart City Switzerland" sowie der zusammenfassende Bericht können von den Websites der Auftraggeber der Studie heruntergeladen werden, zum Beispiel von der Website der asut – Schweizerischer Verband der Telekommunikation.
In welchen Bereichen bestehen bereits Produkte und
Dienstleistungen?
Die
höchste Verbreitung finden Produkte und Dienstleistungen in den
Bereichen "Smart Environment", "Smart Government" und "Smart Mobility";
gut 50 Prozent der antwortenden Städte und Gemeinden verfügen in diesen
Bereichen über (Pilot-)Projekte. Weniger verbreitet sind Produkte und
Dienstleistungen in den Bereichen "Smart Economy", "Smart People" oder "Smart Living".
Silodenken und fehlende Schnittstellen sind Hürden
Was sind wichtige Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer Smart City? Sowohl aus der Befragung wie aus den Experteninterviews wird laut Studie deutlich, dass die Vernetzung in- und ausserhalb der Stadt resp. der Gemeinde, geeignete Plattformen für den Datenaustausch und eine entsprechende Strategie sowie die politische Unterstützung besonders wichtig sind. Weiter zeigen Erfahrungen aus dem In- und Ausland, dass der Einbezug der Bevölkerung für den Erfolg von Smart City-Aktivitäten ausschlaggebend ist.
Als Hürden, welche die Umsetzung von Smart City-Projekten bremsen, wurden das "Silodenken" innerhalb der Verwaltung und die Tendenz zu Insellösungen, resp. fehlende Schnittstellen identifiziert.
Eine grosse Bedeutung messen die Akteure und Smart City-Interessierten der IT-Sicherheit zu. Diese wird damit zu einer Schlüsselkompetenz in der weiteren Entwicklung von Smart City in der Schweiz.
Was sind wichtige Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer Smart City? Sowohl aus der Befragung wie aus den Experteninterviews wird laut Studie deutlich, dass die Vernetzung in- und ausserhalb der Stadt resp. der Gemeinde, geeignete Plattformen für den Datenaustausch und eine entsprechende Strategie sowie die politische Unterstützung besonders wichtig sind. Weiter zeigen Erfahrungen aus dem In- und Ausland, dass der Einbezug der Bevölkerung für den Erfolg von Smart City-Aktivitäten ausschlaggebend ist.
Als Hürden, welche die Umsetzung von Smart City-Projekten bremsen, wurden das "Silodenken" innerhalb der Verwaltung und die Tendenz zu Insellösungen, resp. fehlende Schnittstellen identifiziert.
Eine grosse Bedeutung messen die Akteure und Smart City-Interessierten der IT-Sicherheit zu. Diese wird damit zu einer Schlüsselkompetenz in der weiteren Entwicklung von Smart City in der Schweiz.
Auftraggeber der Analyse sind asut – Schweizerischer Verband der Telekommunikation, das Bundesamt für Energie (mit dem Programm Smart City Schweiz), der Schweizerische Städteverband und der Smart City Hub. Erstellt wurde die Untersuchung von der AWK Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Durchgeführt wurde die Stakeholderanalyse von der AWK Group AG in Zusammenarbeit mit der ZHAW. Mittels einer Web-Umfrage wurden die Einschätzungen von Expertinnen und Experten in der Schweiz eingeholt. 215 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt, davon 58 Vertreterinnen und Vertreter aus Städten und Gemeinden der Schweiz, 97 Unternehmen (Beratung, Technologie, Start-up) sowie 60 weitere (Förderungsprogramm, Forschungsinstitution, Verband/Verein, andere). Ergänzend zur Web-Umfrage wurden Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wissenschaft, Verwaltungsangestellten einer grösseren Stadt und einer kleineren Gemeinde sowie mit Vertretern von zwei europäischen Städten geführt.
Die Auswertungen der Stakeholderanalyse "Smart City Switzerland" sowie der zusammenfassende Bericht können von den Websites der Auftraggeber der Studie heruntergeladen werden, zum Beispiel von der Website der asut – Schweizerischer Verband der Telekommunikation.
Claudia Boss-Teichmann 28.06.2019

