
Swisscom präsentiert Halbjahreszahlen: stabiles Betriebsergebnis bei rückläufigem Umsatz
Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen meldet heute für das erste Halbjahr 2019 ein stabiles Betriebsergebnis bei rückläufigem Umsatz. Mit 5,663 Mio. CHF lag der Umsatz um -2,4 Prozent unter Vorjahr. Im weitgehend gesättigten Schweizer Kerngeschäft lag nach Angaben der Swisscom der Umsatz bei 4,256 Mio. CHF und fiel damit um -3,2 Prozent geringer aus als im ersten Halbjahr 2018.
Gründe für den Umsatzrückgang mit Telekom-Dienstleistungen in Höhe von 134 Mio. CHF seien hauptsächlich sinkende Preise in verschiedenen Segmenten und der Rückgang der Anschlüsse in der Festnetztelefonie. Das konsolidierte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) fiel gegenüber dem Vorjahr mit 2,240 Mio. CHF um 4,5 Prozent höher aus. Der Vorjahresvergleich werde durch neue Vorschriften zur Rechnungslegung von Leasingverhältnissen (IFRS 16) beeinflusst, so dass die Zunahme auf vergleichbarer 0,5 Prozent betrage. Im Schweizer Kerngeschäft reduzierte sich der EBITDA um 1,6 Prozent. Mit 780 Mio. CHF (-0,9 Prozent) erzielte das Unternehmen "einen praktisch stabilen Reingewinn". Die Investitionen der Swisscom im ersten Halbjahr belaufen sich auf ein Volumen in Höhe von 1,297 Mio. CHF und liegen damit um 21,3 Prozent über Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg 4,1 Prozent. In den Investitionen enthalten sind Ausgaben in Höhe von 196 Mio. CHF für die im ersten Quartal ersteigerten Mobilfunkfrequenzen für das 5G-Netz in der Schweiz.
Nach Angaben des Unternehmens sind 68 Prozent aller Schweizer Wohnungen und Geschäfte durch Swisscom mit von mehr als 80 Mbit/s erschlossen, 40 Prozent aller Wohnungen und Geschäfte könnten Verbindungen mit mehr als 200 Mbit/s nutzen.
Vorstandsvorsitzender Urs Schaeppi: "Die Investitionen in unsere Netze bleiben aufgrund der weiterhin steigenden Datenvolumen hoch. Unser 5G-Mobilfunknetz ist seit Mitte April live. Trotz Widerstand in Teilen der Bevölkerung halten wir an unserem Ziel fest, 90 Prozent der Schweiz bis Ende Jahr abzudecken. Bei weiteren Verzögerungen laufen wir Gefahr, das enorme Datenwachstum nicht mehr bewältigen zu können, womit unser Land die führende Position im Mobilfunk verlieren könnte." Das 4G/LTE-Netz der Swisscom deckte nach Unternehmensangaben am Ende des ersten Halbjahres 99 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab. Laut Swisscom surfen über 96 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s, über 72 Prozent mit bis zu 500 Mbit/s und rund 27 Prozent mit 700 Mbit/s.
Am 17. April 2019 hat Swisscom ihr 5G-Netz in Betrieb genommen und gehört nach eigenen Angaben weltweit zu den ersten Anbietern mit komplett standardisierten 5G-Netzen. Bis Jahresende 2019 plant der Schweizer Telekommunikationsanbieter, 90 Prozent der Bevölkerung mit 5G abzudecken.
Claudia Boss-Teichmann 15.08.2019

