Stadtwerkestudie 2019: TK-Infrastruktur als Basis für weitere digitale Geschäftsfelder
Die Hälfte der Energieversorgungsunternehmen (EVU), die bereits im Telekommunikationssektor aktiv sind, könnte bei konsequenter Fortführung ihrer Pläne innerhalb der nächsten zwei Jahre zusätzliche TK- und Internetdienstleistungen anbieten.
Dies ist ein Ergebnis der Stadtwerkestudie 2019, die im Juni von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) und dem Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlicht wurde. Die Verfasser zeichnen darin ein positives Bild für den Einsatz moderner Telekommunikationstechnologien in der Versorgungswirtschaft. Befragt wurden 172 Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Dies ist ein Ergebnis der Stadtwerkestudie 2019, die im Juni von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) und dem Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlicht wurde. Die Verfasser zeichnen darin ein positives Bild für den Einsatz moderner Telekommunikationstechnologien in der Versorgungswirtschaft. Befragt wurden 172 Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Selbst betriebene TK-Infrastruktur als Basis für weitere digitale Geschäftsfelder
Nach Aussage der Autoren der Studie fokussierten sich Energieversorger, die bereits in diesem Geschäftsfeld aktiv sind, derzeit mehrheitlich auf den Infrastrukturausbau. Bei konsequenter Fortführung der Pläne werde etwa die Hälfte dieser EVU in den nächsten zwei Jahren zusätzliche TK- und Internetdienstleistungen wie Breitband oder digitales Fernsehen anbieten. Diese Entwicklung sei sehr positiv zu werten, da TK-Dienstleistungen einen langfristigen und konstanten Erlösstrom ermöglichten. Zudem könne die selbst betriebene TK-Infrastruktur als Basis für weitere digitale Geschäftsfelder etwa in den Bereichen Smart Metering, Smart Grid, Smart Home oder Smart City dienen.
Zusammenarbeit mit TK-Unternehmen und Wohnungswirtschaft
Aufgrund des globalen Charakters des TK-Marktes einerseits und der regional begrenzten Aktivitäten der Energieversorger andererseits stehe eine Zusammenarbeit mit TK-Unternehmen an erster Stelle.
Insgesamt, so die Autoren der Studie, sei jedoch zu erkennen, dass sich das heutige Engagement der Energieversorger im Bereich der Telekommunikation noch vielfach durch einen „eher isolierten Angang“ kennzeichnen lässt. Durch die vielfältigen Schnittmengen mit anderen Sektoren gebe es für die Energieversorger natürliche Partner, die aber zugleich auch Wettbewerber sein könnten. Laut Studie sehen EVU das größte Synergiepotenzial in einer Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, dem Technologiesektor und der TK-Industrie.
Claudia Boss-Teichmann 20.08.2019

