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PrimaCom optimistisch

Nach dem die Luxemburger Finanzholding Medfort die PrimaCom AG einschließlich Schulden in Höhe von 340 Mio. Euro übernommen hat, nimmt Thomas Eibeck, Geschäftsführer der PrimaCom Management GmbH, zu den aktuellen Entwicklungen Stellung und gibt einen optimistischen Ausblick zu der Geschäftsentwicklung des Kabelnetzbereibers:

"Das operative Geschäft der PrimaCom Gruppe, welches unter der PrimaCom Management GmbH, gebündelt ist, ist gesund und wir erzielen bislang trotz des schwierigen Umfeldes sehr gute Ergebnisse in diesem Jahr. Wir liegen in den Kundenzahlen und im Ergebnis über Budget und werden unsere Investitionen wie geplant durchführen. Auch unsere strategische Neuausrichtung ist auf gutem Weg und unsere Mitarbeiter und das Management bewegen die PrimaCom in die richtige Richtung. Ich gehe davon aus, dass wir in 2011 (spätestens in 2012) mit nserer Fokussierung auf unsere Kernregionen und unsere Kernkompetenzen (Kundennähe und -orientierung, Regionalität, Pragmatismus und Servicequalität) mit der PrimaCom wieder den zuverlässigen Partner für die Wohnungswirtschaft etabliert haben, den Sie und Ihre Partner kennen. Um dies zu erreichen, werden wir einige neue Wege beschreiten. Diese Wege wollen wir aber vorher mit unseren Partnern abstimmen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass wir etwas im stillen Kämmerlein entwickeln.

Warum dann all diese Aufregung? Nicht nur ich bin davon überzeugt, dass die PrimaCom ein sehr gutes Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten ist. Dies sehen auch Investoren, wie sie in der Kabelbranche üblich sind, so. Anfang des Jahres hat sich der Kampf um die Herrschaft bei PrimaCom zwischen den Anteilseignern und den Banken zugespitzt und alle Beteiligten haben viele rechtliche Register gezogen, um diesen Kampf für sich zu entscheiden. Da die PrimaCom mit ihrer Finanzholding, der PrimaCom AG, börsennotiert ist, waren wir gesetzlich verpflichtet, viele der rechtlichen ‘Schachbrettzüge’ zu veröffentlichen, was leider zu viel negativer Presse geführt hat. Die Banken der PrimaCom haben sich letztendlich für eine Strategie entschieden, welche die Verbindung zwischen der Finanzholding (PrimaCom AG) und der operativen Holding (PrimaCom Management GmbH) löst.

Dies wurde dadurch erreicht, indem man die PrimaCom AG ‘in die Insolvenz geschickt hat’ und die Aneile an der PrimaCom Management GmbH verwertet hat. Die Verwertung der operativen Holding sollte per Auktion am 5. Juli 2010 erfolgen, allerdings hat der Insolvenzverwalter der PrimaCom AG die operative Holding mit ihren Tochtergesellschaften vor der Auktion an die Luxemburger Gesellschaft Medfort S.a.r.l. veräußert hat. Mit dieser Veräußerung ist der Streit um die Herrschaft bei PrimaCom beendet. Medfort S.a.r.l. ist eine unabhängige Holding, welche von Privatinvestoren finanziert ist, die uns versichert hat, die PrimaCom Gruppe langfristig und vor allem unser Wachstum zu unterstützen.

Was passiert in den kommenden Wochen? In den kommenden Wochen fokussieren wir auf zwei große Themengebiete. Zum einen werden wir zusammen mit unserem neuen Eigentümer die Finanzstruktur der Gruppe auf gesunde Beine stellen und die Finanzierung mit den Banken neu verhandeln. Zum anderen werden wir das operative Geschäft weiter voranbringen. Wir werden im August als erster Kabelnetzbetreiber in den östlichen Bundesländern beginnend in den Städten Chemnitz und Leipzig 120MBit-Internetverbindungen anbieten und im weiteren Verlauf des Jahres weitere Städte hinzufügen. Des weiteren arbeiten wir mit Hochdruck an unserer neuen strategischen Ausrichtung und unser Plan sieht vor, dass wir mit unseren wesentlichen Partnern die zukünftige Aufstellung der PrimaCom Gruppe in Q4/ 2010 diskutieren. Wir erarbeiten derzeit auch ein neues Corporate Design (Logo, Farben) welches wir Ende Q3/2010 einführen werden. Und natürlich werden wir unsere Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern noch weiter stärken. Ich denke, unsere Ausbauvorhaben in diesem Jahr und unsere Diskussionen mit der Wohnungswirtschaft und Lieferanten bzgl. neuer Verträge sind bereits gute Anzeichen für die Rückbesinnung auf das Wichtigste, nämlich unsere Partner."

 

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