Kabel BW surft auf TC-Netzen
Die Kabelnetzbetreiber Kabel BW und Tele Columbus haben den im Mai vereinbarten Verkauf der lokalen Netze von Tele Columbus in Baden-Württemberg abgeschlossen, nachdem das Bundeskartellamt der Transaktion zugestimmt hatte. Kabel BW übernimmt damit 43.000 Kabelkunden, die zuvor von Kabel BW nur mit dem TV-Signal beliefert werden konnten. Nach der vollständigen Integration der Netze ist die Bereitstellung des gesamten Entertainment-Angebots von Kabel BW mit analogem und digitalem Fernsehen, schnellem Internet und Telefon geplant. In den kommenden Monaten sollen die ehemaligen Tele Columbus Netze unter anderem in Reutlingen, Stuttgart, Karlsruhe, Schwäbisch Gmünd und Wertheim möglichst vollständig in die Infrastruktur von Kabel BW integriert und an das landesweite Glasfasernetz angeschlossen werden.
„Mit dem Verkauf der lokalen Netzinseln setzt Tele Columbus die Strategie der regionalen Fokussierung auf Investitionen und den Ausbau der integrierten Kabelnetze in den ostdeutschen Kernregionen weiter um“, so Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe. Die Transaktion verschafft dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum, um weitere Netze in den ostdeutschen Kernregionen mit einer eigenen Signalzuführung über die Netzebene 3 zu erschließen und unabhängig vom regionalen Signallieferanten mit Fernsehen, Internet und Telefon aus einer Hand zu versorgen. „Aufgrund der regionalen technischen Voraussetzungen und Gegebenheiten war dies in den nur über die letzte Meile versorgten Netzinseln in Baden-Württemberg nicht möglich“, erklärt Dietmar Schickel. „Daher haben wir uns zu einem Verkauf der Netze entschlossen, um stattdessen unsere Position als führender Multimediaanbieter in Ostdeutschland weiter auszubauen und das hier bestehende Potenzial als integrierter Anbieter der Netzebenen 3 und 4 voll auszuschöpfen.“
Wolfgang Posewang 05.08.2010

