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ANGA: Breitbandkabel stärkt Infrastrukturwettbewerb


Eine von der Strategieberatung Solon im Auftrag der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber erstellte Studie gibt einen umfassenden Einblick in den ökonomischen Beitrag, die Herausforderungen und Leistungsfähigkeit der deutschen Breitbandkabelbranche. So sehen über die Hälfte aller deutschen TV-Haushalte (19,4 Mio.) über Kabelnetze fern. Zusätzlich können bereits heute 60 % der deutschen Haushalte schnelle Internetdienste über das Breitbandkabel nutzen, 2012 werden die Kabelnetzbetreiber knapp zwei Drittel aller Haushalte mit 120 MBit/s und mehr versorgen können. Dabei kommen über eine Million Haushalte in ehemals „weißen Flecken“ dank internetfähiger Kabelnetze erstmals in den Genuss hoher Bandbreiten. Im Wettbewerb um Breit­bandkunden sind die Kabel­netzbetreiber inzwischen die bedeutendsten Herausforderer der Deutschen Telekom geworden. In 2009 entschieden sich etwa 770.000 neue Kunden für einen Kabelinternet­anschluss – das sind fast 40 % aller Breitband-Neukunden. Selbst in der Wirtschaftskrise hat die Kabelbranche ihr Wachstum von 10 % pro Jahr fortgesetzt und erzielte in 2009 einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro. Dabei investieren die Kabel­netzbetreiber mehr als 20 % ihrer Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Netze – und das Jahr für Jahr. Bis zu 50 analoge und 200 digitale Programme sorgen schon im Basisanschluss für eine große Auswahl und Vielfalt. Hinzu kommen viele innovative Dienste wie EPG, HDTV, VoD, Catch-Up TV, 3D-Fernsehen und interaktives TV.

Thomas Braun, Präsident der ANGA, stellte die Studie im Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes vor und unterstrich die Bedeutung der Breitbandkabelbranche: „Leistungsfähige Medien- und Telekommunikations­netze sind ein wesentlicher Standort- und Wettbewerbsfaktor. Die in der ANGA zusammen­ge­schlos­senen Unter­nehmen treiben mit ihren Innovationen und Investitionen die Zukunfts­fähigkeit des Standortes Deutschland voran. Ihre Investitionen in eigene Infrastruktur haben maßgeblich zum Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt beigetragen. Damit sich das Potenzial der Breitbandkabelnetze voll entfalten kann, muss die Politik daher auch in Zukunft den klaren Vorrang für infrastrukturbasierten Wettbewerb sicherstellen.“

 

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